Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 15/1989


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       EINIGE TECHNOLOGIEPOLITISCHE VORAUSSETZUNGEN
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       DER RÜSTUNGSKONVERSION
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       Hans Jürgen Krysmanski
       
       1. Rüstungskonversion:  Fragen und Herangehensweisen - 2. Exkurs:
       Thomas Alva  Edison -  3. Forschung  und Entwicklung  im globalen
       Industrialisierungsprozeß - 4. Varianten demokratischer Technolo-
       giepolitik
       
       1. Rüstungskonversion: Fragen und Herangehensweisen
       ---------------------------------------------------
       
       Wir befinden  uns gegenwärtig  in einer  Phase der Auswertung der
       vielfältigen, aber nicht zahlreichen praktisch-politischen Versu-
       che, "alternative Produktion statt Rüstung" 1) durchzusetzen. Die
       bisherigen Erfolge vor Ort, also in der Rüstungsindustrie selbst,
       sind gering.  Das politische, das abrüstungspolitische Umfeld da-
       gegen ist in Bewegung wie lange nicht mehr.
       Die folgenden  Überlegungen basieren  nicht auf besonderem Exper-
       tenwissen in  Sachen Rüstungskonversion;  sie wollen  vielmehr in
       dieses spezielle  und zentrale  Feld der Abrüstungspolitik einige
       Einfalle und Perspektiven einschleusen, die aus einem allgemeine-
       ren friedenspolitischen  und insbesondere  auch  industriepoliti-
       schen Interesse stammen.
       So gesehen,  wirft das  Problem der Rüstungskonversion eine Reihe
       von grundsätzlichen Fragen auf, zum Beispiel:
       - die Frage  nach der  Mitbestimmung  am  Arbeitsplatz,  also  im
       Grunde die  Kernfrage einer  der Kapitallogik radikal entgegenge-
       setzten Produktionspolitik  (Mitentscheidungen darüber,  was  wie
       wofür produziert wird);
       - die Frage des sozialen Charakters von Produktivkraftentwicklung
       überhaupt: wie Neuerung, wissenschaftlich-technischer Fortschritt
       zu organisieren  ist und  welches demokratische  Potential in der
       Technik/Technologie selbst steckt; 2)
       - die Frage  - vielleicht  die wichtigste  - , wie klassentheore-
       tisch und  -politisch mit dem Subjekt demokratischer Technologie-
       politik  (und   Rüstungskonversion)  umgegangen  werden  muß:  ob
       tatsächlich nur  die "klassische"  Ebene der Betriebsräte weiter-
       hilft  oder   ob  sich   hier  nicht   zentral  das  Problem  der
       "wissenschaftlich-technischen  Intellektuellen"  (i.S.  Gramscis)
       und ihrer Mobilisierung stellt;
       - schließlich die Frage, ob - angesichts der industriepolitischen
       Offensive in der Sowjetunion - gerade eine Technologiepolitik der
       Rüstungskonversion nicht  das Problem  der "Globalität" des indu-
       striellen Prozesses  auf die Tagesordnung setzt. (Eine demokrati-
       sche Beschleunigung der sozialistischen Industrialisierung, unter
       Einbeziehung aller  Lehren aus der allgemeinen Produktivkraftent-
       wicklung der letzten 200 Jahre, wäre ja nicht das Schlechteste.)
       Die  wirtschaftspolitische   Strategie  der   Rüstungskonversion,
       zumal, wenn  sie  mit  historischen  Umstellungserfahrungen  nach
       Kriegen in  Verbindung gebracht  wird, erweckt  große Hoffnungen.
       Sie wirkt  fast wie  ein Patentrezept: könnte durch sie nicht mit
       einem Schlag  erstens durch den Aufbau neuer und erweiterter Pro-
       duktionsbereiche die  Arbeitslosigkeit angegangen,  zweitens  der
       Bedarf an  s o z i a l e n  Gütern, Dienstleistungen usw. befrie-
       digt und  drittens noch  das Entscheidende  für den Frieden getan
       werden?
       Doch: diese  Strategie hat  bislang, wie gesagt, "wenige Anhänger
       und wenige  Erfolge" (Hildebrandt).  Offensichtlich kann sich die
       Mehrzahl der Beschäftigten unter Produktionskonversion wenig vor-
       stellen. Sie und auch die Gewerkschaften sind es gerade an diesem
       Punkt gewohnt,  sich der Tatsache zu unterwerfen, daß das Manage-
       ment das  Wie und  Was der  Produktion bestimmt.  Schließlich ist
       dies die funktionale Seite des Produktionsmitteleigentums.
       So ergibt  sich  s y s t e m i m m a n e n t  zunächst einmal als
       einziger Anknüpfungspunkt für Produktionskonversion (oder -diver-
       sifikation) das  Marktargument:  das  Argument  der  Erschließung
       neuer Märkte  und das  Argument der  Bekämpfung von Arbeitslosig-
       keit.
       Für die  "einfachen Beschäftigten"  bietet die  Rüstungsindustrie
       auf den ersten Blick ebenso gute oder schlechte Arbeitsplätze wie
       andere Industrien.  Den "gewöhnlichen Kapitalisten" lockt der un-
       gewöhnliche Profit, in der BRD nicht zuletzt im Rüstungsexportge-
       schäft. Etwas  anders scheint  es für die Beschäftigtengruppe der
       E n t w i c k l u n g s i n g e n i e u r e                 u n d
       T e c h n i k e r  auszusehen. Sie haben "starke Verbindungen zur
       Funktionsfähigkeit des  Produkts" und  zu den "gesellschaftlichen
       Folgen" seiner  Nutzung. Daß  hier ein  Anknüpfungspunkt für  die
       Entwicklung gesellschafts-  und friedenspolitischer Verantwortung
       besteht, zeigt die "starke Präsenz von Technikern und Ingenieuren
       in einigen  der Konversions-Arbeitskreise  und die wachsende Zahl
       von Ingenieurs-Arbeitskreisen in der IG-Metall (TINA's)". 3)
       In dieser  Gruppe der "wissenschaftlich-technischen Intellektuel-
       len" werden  die Beschäftigungsrisiken durch Rüstungszyklen deut-
       licher gesehen und zum Teil auch schon bewußter angegangen. Diese
       Gruppe ist  von ihren  Funktionen her auf Produktionsneuerung und
       auf Diversifikationsmöglichkeiten  angesetzt. Sie  ist wohl  auch
       diejenige, über  die bestimmte Bewußtseinsprozesse in den Gewerk-
       schaften angelaufen sind:
       - das Bewußtsein  von der   ö k o l o g i s c h e n    "K r i s e
       d e r     i n d u s t r i e l l e n    P r o d u k t i o n s p a-
       l e t t e";  4)
       - das Bewußtsein  von der  R e g i o n a l i s i e r u n g  d e r
       i n d u s t r i e l l e n   K r i s e,   also von  der regionalen
       Ungleichzeitigkeit und Ungleichmäßigkeit von Krisenerscheinungen;
       - die Reflexion  auf das  Faktum des  Entstehens    z w e i t e r
       u n d   d r i t t e r  A r b e i t s m ä r k t e  (auf denen Mög-
       lichkeiten alternativer Produktion bereits ansatzweise realisiert
       werden).
       Nach wie vor scheint sich aber die Notwendigkeit von Rüstungskon-
       version vor allem in enger und funktionaler Bindung an die Erhal-
       tung der  Arbeitsplätze plausibel  machen zu lassen und auch dann
       nur, wenn  traditionelle Lösungen  des Arbeitsplatzproblems nicht
       greifen. Andere, eine andere Produktionslogik ansprechende Dimen-
       sionen der Rüstungskonversion können offensichtlich nur im mühsa-
       men politischen  Kampf herausgearbeitet werden. Hildebrandt nennt
       hier folgende Dimensionen:
       - "Rüstungskonversion baut  auf das  unmittelbare Wissen  und die
       Erfahrung der  Beschäftigten, versteht  diese als  Experten ihrer
       Arbeit";
       - "Rüstungskonversion beruht  auf der  betrieblichen  Kooperation
       zwischen den verschiedenen betrieblichen Funktionsträgern";
       - "Rüstungskonversion orientiert  sich unmittelbar an den gesell-
       schaftlichen Bedürfnissen";
       - "Konversionsinitiativen nehmen in der Regel selbständig Kontakt
       zu  Bürgerinitiativen  und  politischen  Instanzen  auf...  Damit
       durchbrechen sie sowohl das unternehmerische als auch das gewerk-
       schaftliche Vertretungsmonopol." 5)
       So ist  jede politische  Bemühung um Rüstungskonversion letztlich
       in den allgemeinen "Kampf um die Köpfe" einbezogen - in die neuen
       und notwendigen Formen des Klassenkampfes, die man mit dem Stich-
       wort "Intellektuellenpolitik"  6) umschreiben  kann, und die sich
       hier vor  allem auf die naturwissenschaftlich-technische Intelli-
       genz und  nicht zuletzt  auf die Hochschulen, auf das Bildungssy-
       stem beziehen.  Zu diesem  Zweck ist  es  unabdingbar,  sich  dem
       V e r h ä l t n i s   v o n  W i s s e n s c h a f t  u n d  I n-
       d u s t r i e  zuzuwenden.
       Industriepolitisch geht es bei der Rüstungskonversion um das All-
       gemeinste und  Grundsätzlichste. Der  Kernprozeß -  neue Produkte
       herauszufinden, diese Produkte bis zur Fertigungs- und Marktreife
       zu entwickeln  und diese Produkte auch auf dem Markt abzusetzen -
       wird hier  in ganz  besonderer Weise  herausgefordert: Einerseits
       wird Rüstungskonversion  so besonders  schwierig, weil sie einge-
       fahrenen Praktiken gegenübersteht; andererseits ist Konversion in
       diesem Sinne Teil des ganz normalen Prozesses der erweiterten Re-
       produktion der  Produktion, der  als ganzer  verstärkt Gegenstand
       von Friedens-,  Abrüstungsund Entspannungspolitik  sein kann  und
       muß.
       Erfinden, Entwickeln und Absetzen sind schließlich Aufgaben, wel-
       che die  kapitalistische Industriepolitik  in historisch  bislang
       einmaliger Weise gelöst hat - und zwar gerade durch die kluge und
       einfallsreiche Verwertung  von wissenschaftlicher  Forschung. Von
       diesen Erfolgen  muß lernen,  diese Wege  muß studieren, wer eine
       demokratische Technologiepolitik durchsetzen will.
       Produktentwicklung unter  kapitalistischen Bedingungen  ist  eben
       nicht nur durch "Wissenschaft und Forschung auf bestimmte Produk-
       tentwicklungslinien festgelegt  und  institutionell  eingebunden"
       7), sie ist vielmehr, vor allem unter Druck, in hohem Maße flexi-
       bel. Außerdem,  und das  ist meine  zentrale These, haben sich im
       Schöße  des  kapitalistischen  Industrialisierungsprozesses  seit
       langem Formen  des Erfindens, Entwickelns und sogar des Absetzens
       (Genossenschaften) herausgebildet,  die durchaus  einer  anderen,
       einer künftigen Produktionslogik folgen.
       An solche Formen, insbesondere im Forschungs- und Entwicklungsmi-
       lieu, soll mit dem folgenden Exkurs erinnert werden. Die Histori-
       sierung der Debatte um Rüstungskonversion kann nämlich nicht beim
       Verweis auf  Nachkriegszeiten  stehenbleiben.  Mindestens  ebenso
       wichtig ist eine historische Analyse des Forschungs- und Entwick-
       lungsmilieus in  der großen Industrie, das zwar immer vom kapita-
       listischen Verwertungsinteresse  eingeschnürt war, aber auch eine
       über den Kapitalismus hinausweisende Eigendynamik besitzt.
       
       2. Exkurs: Thomas Alva Edison
       -----------------------------
       
       Es gab und es gibt zwei Haupttypen von Wissenschaft in der großen
       Industrie:   die    kleine   "handwerkliche"    und   die   große
       "industrielle" Wissenschaft.  Beide Arten, nützliche Wissenschaft
       zu treiben,  sind hochvergesellschaftet,  das heißt,  sie spielen
       sich in  einem komplexen Geflecht sozialer, politischer, ökonomi-
       scher und  kultureller Beziehungen und Institutionen ab. In unse-
       ren Universitäten  fand und findet man beide Typen nebeneinander:
       das kleine  Institut, in  dem jeder  jeden kennt, und den wissen-
       schaftlichen Großbetrieb.  Auch die  große Industrie hat sich der
       "kleinen" und der "großen" Wissenschaft bedient und sie, nach ih-
       ren Bedürfnissen,  in je besonderer Form entwickelt. Aus der Kai-
       ser-Wilhelm-Gesellschaft wurden Max-Planck-Gesellschaft, Deutsche
       Forschungsgemeinschaft,  Forschungs-  und  Technologieministerien
       usw.; aus  ersten Betriebslabors  wurden riesige  F&E-Abteilungen
       der Konzerne. So basiert die Großindustrie heute fast ausschließ-
       lich auf den Know-How-Apparaten der Großwissenschaft.
       Zugleich aber erscheint Wissenschaft in der großen Industrie (und
       um sie  herum) auch  in anderen, eigentümlichen Formen. Die Zeit,
       in der, wie Bernal einmal schrieb, "die Wissenschaft mehr von der
       Industrie zu  lernen hatte,  als sie  ihr geben konnte", ist noch
       längst nicht  vorbei. 8)  Es gibt noch immer Gruppen am Rande des
       großen Forschungs-  und Entwicklungstreibens, die den Gruppen ba-
       stelnder  Handwerker   und  naturwissenschaftlich  dilettierender
       Pfarrer und  Fabrikanten im Nordengland des ausgehenden 18. Jahr-
       hunderts ähneln,  mit denen  die Industrialisierung begann. Diese
       Tüftler und  Bastler sind heute wie damals erstaunlich jung, wenn
       sie in  ihre Art  des Erfindens, Entwickelns, Erforschens hinein-
       wachsen. Heute  heißen sie Stephen Wosniak und Steve Jobs und ha-
       ben als  Zwanzigjährige mit ihrem Apple die PC-Revolution in Gang
       gesetzt. Und  natürlich gibt  es heute tausende von Sechzehn- bis
       Siebzehnjährigen, welche die Anregungen der großen Industrie, de-
       ren Material  und Gerät  in ganz  eigensinniger, meist  gegen das
       formale Bildungssystem  gerichteter Weise  aufnehmen und als Hac-
       ker, als technisch versierte adoleszente Neuerer aktiv werden.
       Diese Spezies  hat sicher nur ein müdes Lächeln für Programme wie
       "Jugend  forscht"   übrig.  Aber  sie  sind  zugleich  keineswegs
       "Systemgegner", sondern  sie rechnen  sich sehr wohl eine Zukunft
       aus, die  mit den Kräften der real existierenden Wirtschaft geht.
       Sie ahnen  oder wissen, daß es unter den verwertungshungrigen Ka-
       pitalsorten auch  Risikokapital gibt. Auf das gehen sie ein, weil
       es den  Erfindungsreichsten unter  ihnen größtmöglichen  Freiraum
       verschaffen kann  - auf  Zeit, versteht sich, und letztlich unter
       voller Kontrolle.
       Diese  "individualistische"   Wissenschaftsform  samt  ihrer  Ge-
       schichte des  immer wieder Verschlucktwerdens durch das Großkapi-
       tal (vgl.  Apple und  seine Erzeuger)  läßt sich besonders gut in
       einer der Schlüsselperioden der großen Industrie, im Elektrozeit-
       alter, studieren, und dort am Beispiel von Edison.
       Thomas Alva  Edison, geboren  1847, gestorben  1931, war zweiund-
       zwanzig Jahre alt, als er seine erste Firma - für Telegraphenaus-
       rüstungen - gründete. Mit sechzehneinhalb hatte er - als Telegra-
       phist bei  der Grand Trunk Railroad in Stratford, Ontario - seine
       Karriere begonnen.  Mit gleichaltrigen  Freunden explorierte  er,
       unbefangener als die Älteren, die in der neuen Technik steckenden
       Möglichkeiten; mit  ihren erworbenen  Fertigkeiten starteten  sie
       kleine Nebenerwerbe. Mit achtzehn war er durch sein Experimentie-
       ren so weit, daß er sich an der allgemeinen Suche nach leistungs-
       fähigeren telegraphischen Übertragungsapparaten (Duplex) beteili-
       gen konnte. Er erwarb Patente für ein solches Gerät und für einen
       "elektrographischen  Wahlstimmen-Rekorder".  Fast  seinen  ganzen
       kargen Lohn  steckte er  in Bücher,  Chemikalien und  elektrische
       Ausrüstungen. Noch  immer einer  unter vielen "Hackern" des Elek-
       trozeitalters, tat  er sich dann mit einem gewissen Pope, zustän-
       dig fürs  Geschäftliche, und einem gewissen Ashley, zuständig für
       Publicity, zu besagtem Anfang zusammen.
       Der Erfolg  von Edison,  seine unglaubliche  Kreativität  beruhen
       darauf, daß  er dem  begierig auf  die meisten seiner Erfindungen
       zugreifenden zeitgenössischen  Risikokapital eine mit großer Kon-
       sequenz   durchgehaltene      S e l b s t o r g a n i s a t i o n
       s e i n e r   E r f i n d e r t ä t i g k e i t  - die immer auch
       eine kollektive  Tätigkeit war  - entgegengesetzt hat. Das heißt,
       er hat  sich ein  Leben lang geweigert, beispielsweise Chef eines
       der damals erstmals entstehenden industriellen Großlabors zu wer-
       den.  Er   brauchte  seinen   eigenen   Laden,   seinen   eigenen
       "Wissenschaftsladen". So ist der Erfinder-Typus Edison im wesent-
       lichen durch die Ausschöpfung des in den neuen Technologien stec-
       kenden "handwerklichen  Handlungsreservoirs" gekennzeichnet.  Das
       Kognitive entfaltet sich über die Hand, über das Ausprobieren und
       über das "Drauflos" in überschaubaren sozialen Bezügen.
       Es gibt bemerkenswerte Ausführungen des zeitgenössischen amerika-
       nischen  Soziologen   Thorstein  Veblen  über  den  "instinct  of
       workmanship" im  industriellen  Zeitalter,  die  sicher  auch  in
       Kenntnis der  Edisonschen Arbeitsweise (deren damaligen populären
       "Vorbildcharakter" man sich heute kaum mehr vorstellen kann) ent-
       standen sind.  9) "Der  Instinkt des  sorgfältigen handwerklichen
       Arbeitens konzentriert  sich auf praktische Lösungen, auf effizi-
       ente und  ökonomische Methoden, Geräte und Vorrichtungen, auf Ge-
       schicklichkeit, Kreativität  und technologische  Beherrschung der
       Tatsachen. Ein  wesentlicher Bestandteil dieses Instinkts ist die
       Bereitschaft zu äußerster, mühevoller Genauigkeit. Die besten und
       vollkommensten Ergebnisse einer solchen Arbeitseinstellung lassen
       sich nicht  unter Streß  oder unter  extremem Zeitdruck erzielen,
       die sich  aus inneren  Tendenzen der  Arbeitsbedingungen oder Ar-
       beitsziele ergeben  können. Der  Instinkt des  sorgfältigen hand-
       werklichen Arbeitens  kommt vielmehr  - sowohl beim einzelnen Ar-
       beiter als  auch im  Wachstum der  technologischen und kognitiven
       Fähigkeiten der  Gemeinschaft insgesamt - am besten unter Umstän-
       den zur  Geltung, in  denen nur mäßiger Druck herrscht, wo Arbeit
       ansteht und  mehr Arbeit  geruhsam wartet. Denn letztlich geht es
       um die  Einstellung, die  jeweils nächste Aufgabe so gut wie mög-
       lich zu lösen...". 10)
       Und so  beschreibt ein Biograph die Arbeitsweise Edisons und sei-
       ner Mitarbeiter an einem konkreten Beispiel: "Es blieb dabei, daß
       Edison, Batchelor  und Adams  von der Abenddämmerung bis zum Mor-
       gengrauen arbeiteten  und dann  Kruesi beauftragten, tagsüber die
       Vorrichtungen für  die Tests der nächsten Nacht herzustellen. Der
       Lautsprecher, den sie entworfen hatten, bestand aus einem geboge-
       nen Rohr  mit Mundstück  an dem einen und einer justierbaren Mem-
       brane an dem anderen Ende. Die Membrane vibrierte gegen eine oder
       mehrere Scheiben  aus Graphit  und veränderte  so den Stromwider-
       stand. Nacht  um Nacht  vermischten sie  den Graphit mit zig ver-
       schiedenen Stubstanzen  - Gips,  Möbelpolitur, Mehl, Pfeilwurzel,
       Klebstoff usw.  ", um  die Kombination  mit den besten Resultaten
       herauszufinden. Manchmal  vergaßen sie  die  Zusammensetzung.  So
       schrieb Batchelor  am 13.  Juni: 'Eine unbekannte Graphitmischung
       war einfach  elegant "jetzt  muß man herausfinden, woraus sie be-
       steht. Wir  glauben, daß  es sich um Graphit mit einem großen An-
       teil an  einem glasähnlichen  Stoff oder  Gelatine handelt.'" 11)
       Dabei gab es in diesen Arbeitsperioden nie äußeren Zeitdruck oder
       "Fremdbestimmung", sondern  viel Flaxerei,  und  auch  Bier  floß
       nicht selten.
       Edison und  seine Freunde/Mitarbeiter  waren mit diesem ihrem Ar-
       beitsstil praktisch von Anfang an Objekt der öffentlichen Neugier
       und Phantasie. Nach der Etablierung als eines der auch ökonomisch
       interessantesten Erfinderteams  riß  das  damalige  Risikokapital
       diesen Leuten  jeden Einfall  praktisch aus der Hand. Die gesell-
       schaftliche Bewegungsform dieses "Neuerer-Kollektivs" - in seinem
       Kern erstaunlich  stabil und  in seinen Kontakten außerordentlich
       flexibel - führte zu einem komplexen Geflecht von "Projekten" und
       Geschäftsgründungen.
       Edison hat einen "Arbeitsstil des Erfindens" ausgestalten können,
       über den zwar später - wie über den Produktionsstil seines Freun-
       des Henry  Ford - der kapitalistische Verwertungsprozeß scheinbar
       hinweggerollt ist, der aber strukturell weiterlebt (selbst in den
       Lawrence Livermore  Laboratories der  Rüstungsindustrie) und auch
       in der  nicht-kapitalistischen großen Industrie wiederbelebt wer-
       den könnte.
       
       3. Forschung und Entwicklung im globalen
       ----------------------------------------
       Industrialisierungsprozeß
       -------------------------
       
       Das führt  zurück zu  allgemeinen industriepolitischen Fragen und
       auch zur  Frage, ob an bestimmte Formen praktischer Wissenschaft,
       "fröhlicher Wissenschaft",  "unordentlicher  Wissenschaft"  nicht
       gerade dort  erinnert werden muß, wo eingefahrene Bahnen der For-
       schung und  Entwicklung aufgelockert, verändert werden müssen: in
       der grundsätzlichen  Diskussion um  Rüstungskonversion - und eben
       auch in  der Diskussion  um nicht  der Kapitallogik unterworfene,
       sozialistische industriepolitische Perspektiven.
       Gerade im  Zusammenhang mit  der Rüstungskonversion kann man sich
       um den  letzten Aspekt  nicht herumdrücken.  Schließlich steht in
       der  Sowjetunion   heute  ein  schon  revolutionär  zu  nennender
       "einseitiger" Konversionsschub  an. Und  er hängt  zweifellos mit
       der   E n t d e c k u n g   d e s   S o z i a l e n  in der Wirt-
       schaft zusammen.
       Tatjana Saslawskaja  beispielsweise weist darauf hin, daß "gerade
       im 'rein  menschlichen' Faktor  die akutesten Probleme der Ökono-
       mie" wurzeln  und daß mit "dem wissenschaftlich-technischen Fort-
       schritt... die  Rolle dieses  Faktors in der Wirtschaft entschei-
       dend" wird.  Es geht  um die  "Entfesselung des  subjektiven Fak-
       tors", um  die Entfaltung  aller gesellschaftlichen  Kräfte,  die
       "prinzipiell" durch  die Umwälzung  der  Produktionsverhältnisse,
       der Eigentumsformen befreit worden sind. Bekämpft werden verengte
       Vorstellungen vom  Verhältnis zwischen  Theorie und  Praxis: Vor-
       stellungen wie  die, daß  "die wirtschaftliche Tätigkeit der Men-
       schen sich  vollständig planen  und leiten"  lasse, daß "die Ent-
       wicklung der sozialistischen Wirtschaft unabhängig von der sozia-
       len Struktur  der Gesellschaft,  von ihrer  Teilung  in  Klassen,
       Schichten und  Gruppen"  sei,  daß  die  Leitung  der  Wirtschaft
       "gewissermaßen automatisch,  ohne Kampf  der Interessen  von Men-
       schen" erfolgen könne. 12)
       In der  UdSSR scheint sich gegenwärtig die Auffassung durchzuset-
       zen, man müsse vor allem die Formen der Wirtschaftsleitung dezen-
       tralisieren und vielfältiger gestalten, die Marktbeziehungen aus-
       bauen, sogar  Bedingungen für  Konkurrenz schaffen,  dann  würden
       sich die Produktivkräfte schon von allein entwickeln. Dagegen ist
       man wohl  in der DDR der Auffassung, daß die Entwicklung der Pro-
       duktivkräfte, also die Ausschöpfung aller technischen Möglichkei-
       ten und  aller menschlichen  Fähigkeiten, der  Ausgangspunkt sein
       müsse, von  dem aus  dann auch  Verbesserungen und Umgestaltungen
       des gesellschaftlichen Lebens, der Formen der Leitung und Planung
       usw. möglich  würden. Nur wenn man sozusagen die Quellen der Pro-
       duktivität entwickle,  könne  der  wissenschaftliche  Fortschritt
       nicht aus dem Ruder und gar dem sozialen Fortschritt zuwider lau-
       fen. 13)
       Das ist  sicher richtig. Aber wird dieser Weg von der Neugier zum
       Nutzen in  all seiner  Vielfalt in der sozialistischen Produktion
       tatsächlich schon gegangen? 14) Es ist jedenfalls gegenwärtig ein
       a l l g e m e i n e s   Problem, daß  die besonders unzureichende
       Berücksichtigung der  in der Geschichte der industriellen Wissen-
       schaften erschlossenen  Möglichkeiten durch  die  sozialistischen
       Länder zu  ihrer teilweise dramatischen technologischen Rückstän-
       digkeit geführt  hat. Und  so muß  sich hier ein  g l o b a l e s
       Interesse daran  artikulieren, daß  weltweit eine    g l e i c h-
       m ä ß i g e    wissenschaftlich-technische  Entwicklung  zustande
       kommt, damit  nicht kapitalistische Begehrlichkeit und imperiali-
       stisches Dominanzstreben die Oberhand gewinnen.
       Die Entfaltung von wissenschaftlich-technischer Kreativität funk-
       tioniert unter  kapitalistischen Bedingungen erstaunlich gut. Al-
       lerdings ist  es auch  richtig, daß  dies nur  dort wirklich  gut
       funktioniert, wo im kapitalistischen System "Freiräume" entstehen
       (und mittlerweile  geplant werden),  die in ihrer sozialen Quali-
       tät, als  "Erfinder-Milieus", schon auf eine Gesellschaft weisen,
       in welcher  nicht der Profit, sondern der erfinderische, der neu-
       gierige Mensch im Mittelpunkt steht.
       Freiräume, Flexibilität  in den Strukturen, "erfinderisches lais-
       sez-faire" sind  also nicht  nur kopierbar für eine beschleunigte
       Wissenschafts- und Technikentwicklung in sozialistischen Welttei-
       len, sie  gehören historisch  eigentlich dorthin. Das spürte auch
       Edison: Er  hatte, trotz seiner ihm zufliegenden finanziellen Er-
       folge, ein Leben lang Probleme, "richtig mit Geld umzugehen". Ka-
       pitalismus war  ihm eine  (lästige) historische Form, nicht mehr;
       dem amerikanischen Bankier Bernard Baruch schrieb er: "Freund Ba-
       ruch, Sie  sind der erste Mann mit genug Einbildungskraft, um die
       Fesseln der  Geld-Religion abzuwerfen und das vorgeschlagene Pro-
       jekt wie ein Ingenieur zu analysieren." 15)
       
       4. Varianten demokratischer Technologiepolitik
       ----------------------------------------------
       
       Die beträchtlichen  Lernprozesse, die  heute der Arbeiterbewegung
       in Sachen  WTR und Technologiepolitik abverlangt werden 16), sind
       nur durch  die aktive  Suche nach  keineswegs schon  auf der Hand
       liegenden Alternativen  einzuleiten. Das Pochen darauf, daß neue,
       alternative Technologiepolitik  mit  der  gewerkschaftlichen  Be-
       triebsarbeit  zu  beginnen  habe,  ist  kein  schlechter  Anfang.
       "Betriebliche Arbeitskreise  'Alternative Fertigung'  haben  kaum
       eine Überlebenschance,  wenn sie  nicht zumindest  passiv vom Be-
       triebsrat geduldet werden. In der Praxis ist sogar eine zumindest
       teilweise Unterstützung  der Arbeitskreise  durch den Betriebsrat
       bzw. durch einzelne seiner (freigestellten) Mitglieder notwendig.
       Das heißt  nicht, daß das Verhältnis zwischen Betriebsrat und Ar-
       beitskreis immer  harmonisch ist  oder sein muß. Im Gegenteil, es
       sprechen viele  Gründe dafür,  daß ein  politisches Spannungsver-
       hältnis zwischen beiden auftreten kann." 17)
       Aber gerade Bemühungen um Anschluß an die "eigentlichen Erfinder-
       milieus" der Großindustrie verlangen, daß über das, was gemeinhin
       unter "Betriebsarbeit"  verstanden wird, weit hinausgegangen wer-
       den muß.  "Die Machtressourcen,  die einem  Betriebsrat oder auch
       einem Arbeitskreis  'Alternative Fertigung' zur Verfügung stehen,
       sind die für eine Idee oder Forderung mobilisierbaren Beschäftig-
       ten und - in geringerem Maße - die öffentliche Meinung. Nur poli-
       tischer Druck  - innerbetrieblich  oder auch  außerbetrieblich  -
       kann zu  einer Änderung von Unternehmenspolitiken führen, solange
       keine betriebliche  Mitbestimmung über Produkt- und Investitions-
       entscheidungen existiert." 18)
       Wenn letzteres  das Hauptziel  bleibt, dürfen moralische, emotio-
       nale, kulturelle  Aspekte nicht  vernachlässigt werden, aus denen
       sich allmählich  ein "Vertrauen  in die  eigene Kraft" entwickeln
       kann. Und  es sind  Formen der Selbstorganisation von Erfindertä-
       tigkeit à  la Edison, etwa Anschlüsse an die Hacker-Szene im wei-
       testen Sinne, ebenso gefragt wie die Ausschöpfung von Möglichkei-
       ten, die  sich etwa  im Verhältnis  von Zulieferern  (unter denen
       sich gerade im High-Tech-Bereich auch "Wissenschaftsladen"-ähnli-
       che Unternehmen befinden) und Konzernen ergeben.
       "Grundvoraussetzung demokratischer  Alternativen ist der Anspruch
       auf ein  reicheres Leben,  auf schöpferischere, vielseitigere Ar-
       beit, auf freiere persönliche Entfaltung. Nichts wäre unsinniger,
       als nur  nach abstrakten  'Erfordernissen der  WTR' zu suchen und
       sich daran  anzupassen." 19)  Wer wollte  daran zweifeln. So ver-
       weist der  subjektive Anknüpfungspunkt  für die  Durchsetzung der
       Rüstungskonversion auf  im bestehenden  System von  Forschung und
       Entwicklung "aufgehobene" soziale, demokratische, selbstbestimmte
       Möglichkeiten, die  Thorstein Veblen, wie gesagt, auf die geniale
       produktionspolitische Formel  vom "instinct  of workmanship"  ge-
       bracht hat.  Noch einmal: Das heißt ja so viel wie Sinn für sorg-
       fältige, genußvolle Arbeit.
       Eine Eigenart  der Rüstungsindustrie  - man  sieht es z.B. an den
       jüngsten Problemen des Pentagon mit seinen Lieferanten - ist ihre
       Schwierigkeit mit  der Qualitätskontrolle. Den "menschlichen Fak-
       tor" dahinter  hat man schon entdeckt. Aber wie will man hier den
       "instinct of  workmanship" motivieren,  wenn erst  einmal ein Be-
       wußtsein von  den inhumanen  Folgen der Funktionsfähigkeit dieser
       Produkte erzeugt worden ist?
       Natürlich  ist   Schlamperei  -  diese  subversive  Variante  von
       "Rüstungskonversion" -  volkswirtschaftlich viel zu teuer, erhöht
       möglicherweise sogar  die Profitrate.  Aber sie  verweist auf die
       Tatsache, daß Menschen in Forschungslabors, Entwicklungsabteilun-
       gen, Montagestraßen  letztlich nur auf menschenfreundlichere Pro-
       duktsortimente positiv  eingestellt werden  können. Das  ist dann
       auch ein "Vorschein" jener "Zivilisierung" der industriellen Pro-
       duktion, die  Lenin meinte,  als er davon sprach, daß Sozialismus
       eigentlich das  Wirtschaften von zivilisierten Genossenschaftlern
       bedeute. 20)
       Die mit den neuen Technologien notwendig einhergehende Flexibili-
       sierung des  Verhältnisses von  Mensch und Technik hat immer zwei
       Seiten. Neben die Kapitallogik tritt eine "historische Lockerung"
       des Produktionsprozesses,  welche den  Boden abgibt  für zentrale
       Forderungen der alternativen Technologiepolitik wie die nach kür-
       zerer, belastungsärmerer  Arbeit, nach  Aufgabenbereicherung  und
       mehr sozialer  Qualität der  Arbeit. (Wobei eine ketzerische, mit
       dem bisherigen  ö k o n o m i s c h e n  Kampf der Arbeiterklasse
       nicht  unmittelbar   vereinbare  Bemerkung   gestattet  sei:  Der
       "instinct of  workmanship" verlangt nicht unbedingt nach Arbeits-
       zeitverkürzung. Das  tage- und  nächtelange Verquicken von Arbeit
       und "Spiel",  wie etwa  das Edison-Kollektiv  es betrieb,  gehört
       durchaus zur konkreten Utopie einer demokratischen Industriepoli-
       tik.)
       Nur auf dieser Grundlage wird aus dem Wie der Produktion auch die
       umfassende gesellschaftliche,  ja globale  Suche nach dem Was der
       Produktion entstehen können, welche die historische Dimension der
       Diskussion um Rüstungskonversion ist.
       Und eines  ist klar:  So lange das Konzept der gewerkschaftlichen
       und politischen  "Betriebsarbeit" nicht  auf die Füße, die vielen
       Füße, gestellt  wird, die der industriellen Produktion historisch
       gewachsen sind, so lange werden alle Forderungen einer demokrati-
       schen Technologiepolitik  nicht zu  laufen anfangen  können.  Der
       "neue Belegschaftstypus",  der gewohnt ist, "im Team zu arbeiten,
       sich auch  ständig mit  verschiedenen Lösungswegen auseinanderzu-
       setzen", ist  für seine  politische Entwicklung auch auf histori-
       sche Informationen angewiesen. 21)
       Hinzu kommt, daß die enorme soziale Differenzierung der unmittel-
       bar Produzierenden  - Forscher,  Erfinder, Entwickler, Techniker,
       Facharbeiter usw.  - neue Chancen der Kooperation gerade dann er-
       öffnet, wenn  durch "betriebsfremde" Themen wie etwa der Ökologie
       oder der  Abrüstung die  Segmentierung der  betrieblichen Bewußt-
       seinsprozesse überwunden  werden kann.  Das schafft ein Klima der
       Einfalle, in  dem sich alternative Gehalte, Nutzungsmöglichkeiten
       aus der Technik, aus den Geräteparks usw. herauslocken lassen.
       Wer unmittelbar  produziert, wer  spezialisiert  produziert,  dem
       fehlt die  Distanz zur  Technik, der  kann mit den in den Geräten
       schlummernden "ganz  anderen" Möglichkeiten nichts anfangen. Des-
       halb ist  der "instinct of workman-ship", der zunächst einmal das
       kapitalistische Zeitregime  bricht, so  wichtig. Davon  ausgehend
       und durch  gesellschaftliche Probleme  sensibilisiert, können die
       Produzierenden damit  beginnen, Geräte und Systeme auf Gebrauchs-
       und Veränderungsmöglichkeiten  über den  unmittelbaren  Betriebs-
       zweck hinaus  - sozusagen  mit der  Methode des  Interviews -  zu
       b e f r a g e n.
       Man  kann   sich  vorstellen,  was  in  einer  solchen  einfachen
       "Objektbefragung"  ein   Panzer,  eine   Gefechtselektronik  usw.
       "antworten" würden. Sozial sind Widerstand und Konversion vorpro-
       grammiert.
       
       _____
       1) Vgl. K.  Schomacker, P. Wilke, H. Wulf, Alternative Produktion
       statt Rüstung. Gewerkschaftliche Initiativen für sinnvolle Arbeit
       und sozial  nützliche Produkte, Köln 1987; dort auch eine umfang-
       reiche Bibliographie.
       2) Vgl. Gerhard  Wohland, Das  demokratische Potential der Compu-
       ter-Technik. Technische Grundlagen einer demokratischen Technolo-
       giepolitik, Forum Wissenschaft, Marburg, 4/87.
       3) Eckart Hildebrandt, Rüstungskonversion, alternative Produktion
       und Gewerkschaften  in der  Bundesrepublik  Deutschland,  Wissen-
       schaftszentrum Berlin  für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt
       Arbeitspolitik, November  1987, S.  17; vgl.  Ingenieure, Gewerk-
       schaften und  Gesellschaft, in:  Duhm u.a.,  Wachstum alternativ,
       (West-)Berlin 1983, S. 79-110.
       4) Vgl. Hildebrandt,  Schmidt, Sperling  (Hg.),  Arbeit  zwischen
       Gift und  Grün, Kritisches  Gewerkschaftsjahrbuch  1985,  (West-)
       Berlin 1985.
       5) Hildebrandt, a.a.O., S. 32 f.
       6) Vgl. dazu  H.J. Krysmanski, Entwicklung und Stand der klassen-
       theoretischen Diskussion,  in: Kölner  Zeitschrift für Soziologie
       und Sozialpsychologie, Jg. 41, 1989, H. 1.
       7) Hildebrandt, a.a.O., S. 35.
       8) J.D. Bernal,  Wissenschaft, Science  in History, Reinbek 1970,
       S. 496.
       9) The Instinct of Workmanship and the Industrial Arts, 1914.
       10) Max Lerner, The Portable Veblen, New York 1948, S. 320.
       11) Robert Conot, A Streak of Luck, 1979, S. 113.
       12) Tatjana Saslawskaja,  Der soziale Mechanismus der Wirtschaft,
       in: Gesellschaftswissenschaften, Moskau, 1986, S. 155 ff.
       13) Otto Reinhold, nach Frankfurter Rundschau v. 17.10.88.
       14) Subtiler schlägt  in diese  Kerbe auch  R. Mocek, Neugier und
       Nutzen. Blicke in die Wissenschaftsgeschichte, Berlin/DDR 1988.
       15) Conot, S. 519.
       16) Stephan Voets,  Werner Stürmann,  Politik und Technologie. Zu
       Ausgangspunkten technologiepolitischer  Alternativen und  Strate-
       gien der Arbeiterbewegung, in: Marxistische Studien, Jahrbuch des
       IMSF 13/11, Frankfurt 1987, S. 261 ff.
       17) Schomacker et al., a.a.O., S. 147.
       18) Ebenda, S. 144.
       19) Voets/Stürmann, a.a.O., S. 264.
       20) IMSF (Hg.),  Perestroika und die Linke in der Bundesrepublik,
       Arbeitsmaterialien des IMSF 25, Frankfurt 1988, S. 67.
       21) K. Zwickel,  15. ord.  Gewerkschaftstag der IG Metall, Proto-
       koll  d.   3.  Tages,   Frankfurt  1986,   S.   279,   zit.   bei
       Voets/Stürmann, a.a.O.
       

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