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       Diskussionsveranstaltung
       
  <<<  HEIMAT, UMWELT, LEBEN - NEIN DANKE!                                >>>
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  <<<  Ein guter  Deutscher liebt seine Heimat, sorgt sich um die Umwelt  >>>
       und achtet  das Leben.  Es sollte einen zumindest skeptisch stim-
       men, daß niemand auch nur im Träume an diesen Werten zweifelt und
       die Analyse  dieser modernen  Fetische bereits  ein Verstoß gegen
       die in  ihnen ausgesprochene  Sorge um  gemeinsame Anliegen einer
       Nation ist. Umso dringlicher ist Kritik daran!
       
  <<<  Heimat                                                             >>>
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       In unserer schönen Republik hat jedermann einen Wohnsitz. Wo, das
       hängt von  allerlei ab  - Eltern,  wo's Arbeit gibt, wo Wohnungen
       frei sind  -, bloß  von ihm selbst in den allerseltensten Fällen.
       Wie groß  der Sitz ist, wie ausgestattet und was man sonst so da-
       von hat, das bestimmt sich für die meisten ebensowenig nach ihrem
       Gusto - schon eher nach der Größe des Geldbeutels. Und was um die
       Wohnung rum  alles so  in näherer  und weiterer Umgebung ist, das
       resultiert  neben  den  bisherigen  aus  weiteren  Entscheidungen
       f r e m d e r   Leute, ob  sie dort  Straßen, Fabriken oder sonst
       was haben wollen. Und was man selbst in Glücksfällen dieser Frage
       von seiner  Umgebung hat,  da sind die sonstigen Lebensumstände -
       sprich Arbeit  auch nicht  zu  vernachlässigen!  Das  Zuhause  in
       dieser Republik ist also eine ziemliche Zwangsangelegenheit - und
       eine beschissene meist dazu. Aller Grund also, darüber nicht froh
       zu werden und etwas dagegen zu unternehmen!?
       Von wegen! Wo man sich gezwungenermaßen aufhält, heißt nicht ein-
  <<<  fach so,  sondern   H e i m a t  - und soll als solche gleich ein  >>>
       Gegenstand der  Liebe und Zuneigung sein und ein positives Gefühl
       in   einem    hervorrufen.   Und    dieses    Gefühl    ist    so
       u n b e d i n g t,   daß es  sich jeden  - noch  so verrückten  -
       Inhalt geben  kann. von  der harmlosen  Idiotie, es  müsse  immer
       genau der  Fußballverein gewinnen,  in dessen Nähe man haust, bis
       hin zu der Überzeugung, dieser Flecken Erde gehöre sich auf jeden
  <<<  Fall verteidigt - Heimat, Heimat, über alles!                      >>>
       
       Umwelt
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       Kein Zweifel,  daß die  staatlich geschützten und geförderten Ma-
       chenschaften der  Industrie einem auch außerhalb des Betriebes so
       manchen Spaß rauben, so manchen gesundheitlichen Schaden verursa-
       chen. Sie  verunmöglichen nämlich  die Benutzung  der umliegenden
  <<<  Abteilungen der  Natur als Lebensmittel, machen deren Konsum ent-
       weder gefährlich  oder wenigstens  unerfreulich. Grund  und Zweck
       davon sind nicht schwer zu erkennen, und wem der Smog nicht paßt,
       hat allen  Grund, gegen  die verursachenden  Subjekte vorzugehen.
       Denkste! An  Sauereien fehlt  es fürwahr nicht, ihre Auswirkungen
       werden auch  reichlich bejammert. Bloß: von  K a m p f  gegen die
       Nutznießer oder  wenigstens deren Behinderung keine Spur. Ganz im
       Gegenteil. Im  Namen der  "Umwelt" wird  nationwide eine  einzige
       Predigt von   G e m e i n s a m k e i t,   alle-in-einem-Boot und
       sonst  was   angezettelt.  Diese  Marotte  heißt    U m w e l t -
       B e w u ß t s e i n.   Kritik an  den  Tätern  wird  dadurch  als
       destruktiv abgelehnt, dafür kann
       - die Industrie fröhlich weitermachen,
       - der Staat zu ihrer Förderung zusätzliche Steuern eintreiben,
       - das Volks-Bewußtsein  lebt kräftig  hoch, und  Ansprüche  traut
       sich eh keiner mehr zu stellen!
       
       Leben
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       Das geht  einen eigentlich  nichts an.  Zumindest sollt  man sich
       nicht darum  kümmern. Man  hat es halt, wie so manches andere Ge-
       ziefer auf  dieser Welt - und wenn man anständig lebt, dann merkt
       man nicht  einmal,   d a ß   man lebt. Da hat man andere Freuden!
       Weit gefehlt!  Ausgerechnet  dieses  kümmerliche  Ding  soll  das
       h ö c h s t e  G u t  sein.
       - Für manche  so hoch, daß sie in Form eines  R e c h t s  gleich
       vom Staat  dafür die  Erlaubnis haben möchten, selbstverständlich
       als Aufmüpfigkeit gemeint und als Schutz vor Raketen noch dazu!
       - Ein Christenmensch betrachtet das Leben als ein Geschenk seines
       überirdischen Herrn,  das dem  - sonst unüblich bei Geschenken! -
       jederzeit zurückzunehmen zusteht.
       Wo das  Leben der höchste Wert ist, da kann man sich nicht einmal
       mehr seines Lebens sicher sein. Lieber sollte man dazu einmal
       
       Nein Danke!
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       sagen. Dann  braucht man  das Abtreiben  vor  niemandem  mehr  zu
       rechtfertigen, aus dem Leben wird vielleicht sogar eine angenehme
       Sache, und  das Sterben  ist auch nicht so einfach auf die Tages-
       ordnung zu setzen. Argumentative Hilfe beim Schlachten der heili-
       gen Kühe  der Nation  wird also  geboten, weil sie zur Vermeidung
       größerer Unannehmlichkeiten bitter nottut!
       
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