Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 09/1985


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       ZUM UMBRUCH DES PRODUKTIVKRAFTSYSTEMS *)
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       Peter Fleissner
       
       1. Theoretische  Vorbemerkungen - 1.1 Was sind Produktivkräfte? -
       1.2 Die  informationsverarbeitende Maschinerie - 2. Einige Trends
       der technischen Entwicklung - 2.1 Sensoren - 2.2 Informationsver-
       arbeitungsvorrichtungen -  2.3 Aktoren  - 2.4 Arbeitsgegenstand -
       3. Rückwirkungen  auf die lebendige Arbeit - 3.1 Größere Variati-
       onsbreite in  der Gestaltung des Arbeitsprozesses - 3.2 Verringe-
       rung der  Unmittelbarkeit der  Arbeit - 3.3 Vertiefung und Aufhe-
       bung der  Arbeitsteilung -  3.4 Längerfristige  Verschiebungen in
       der Tätigkeitsstruktur  des Gesamtarbeiters - 4. Auswirkungen auf
       das Wirtschaftssystem - 4.1 Ausweitung des Dienstleistungssektors
       - 4.2  Umwandlung von  Dienstleistungen in Waren - 4.3 Ausweitung
       des informellen Sektors
       
       1. Theoretische Vorbemerkungen
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       Die Bedeutung der Produktivkräfte für unser Leben kann kaum über-
       schätzt werden.  Einerseits hat  ihre rasche Entwicklung in einem
       Teil der  Welt zu  unglaublichem gesellschaftlichen  Reichtum ge-
       führt, andererseits  untergräbt  ihre  kapitalistische  Anwendung
       "die Springquellen  allen Reichtums  ...: die Erde und den Arbei-
       ter". 1)  Dadurch wieder wächst der spontane und theoriegeleitete
       Widerstand, der die Veränderung unserer Gesellschaft vorantreibt.
       Der vorliegende Beitrag will ohne jeden Anspruch auf Vollständig-
       keit Trends  im System der Produktivkräfte angeben und einige we-
       niger häufig  diskutierte Auswirkungen  auf die  lebendige Arbeit
       und  das  Ökonomiesystem,  was  eine  Präzisierung  des  Begriffs
       "Produktivkräfte" (vor allem im technischen Bereich) voraussetzt.
       Die menschliche  Existenz als  Ganzes betrachtet  ist ohne Arbeit
       undenkbar -  dadurch unterscheiden sich die Menschen von den Tie-
       ren.   Wollen   erstere   überleben,   müssen   sie   die   Natur
       "humanisieren", d.h.  nach ihren  Bedürfnissen Naturstoffe zu Le-
       bensmitteln und  Naturbedingungen zu menschlichen Lebensbedingun-
       gen umgestalten.  Umgekehrt entstanden  die "Menschen"  erst, als
       der gelegentliche  Gebrauch naturgebildeter  Behelfsmittel in die
       gewohnheitsmäßige Verwendung  selbstersonnener und  selbstverfer-
       tigter Arbeitsmittel überging. Sie treten in den Stoffwechsel mit
       der Natur nicht als isolierte einzelne, sondern als objektiv auf-
       einander angewiesene  gesellschaftliche Wesen.  Durch die  Arbeit
       erzeugen, reproduzieren und entwickeln sie ihr Verhältnis zur Na-
       tur und  gleichzeitig ihre  Verhältnisse zueinander. Die "Gesamt-
       heit der  materiellen gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die
       Menschen  im  Prozeß  der  Produktion,  der  Verteilung  und  des
       Austausches der Produkte eingehen" 2), werden als Produktionsver-
       hältnisse bezeichnet.
       Alle materiellen  und ideellen  Kräfte der gesellschaftlichen Ar-
       beit, die  zur Herstellung  von Gebrauchswerten (materielle Güter
       und Dienstleistungen)  für die  Befriedigung menschlicher Bedürf-
       nisse notwendig  sind, nennen wir "Produktivkräfte". Sie eröffnen
       objektiv bestimmte Möglichkeitsfelder für alle Ebenen der Entfal-
       tung menschlicher Existenz. Die Realisierung dieser Möglichkeiten
       wird durch  die jeweiligen Produktionsverhältnisse vermittelt und
       festgelegt. Bestimmte Produktionsverhältnisse können die Entwick-
       lung der  Produktivkräfte fördern,  andere wieder hemmen. So sind
       die "bürgerlichen  Verhältnisse ...  zu eng  geworden, um den von
       ihnen erzeugten Reichtum aufzunehmen". 3)
       
       1.1 Was sind Produktivkräfte?
       -----------------------------
       
       Marxisten verstehen  unter "Produktivkräften" nicht nur eines ih-
       rer vergegenständlichten Elemente, die Technik, sondern ein hier-
       archisch strukturiertes und historisch sich entwickelndes "System
       der Wechselwirkung  sachlich-gegenständlicher und menschlich-sub-
       jektiver Elemente" 4). In der einschlägigen Literatur finden sich
       verschiedene Gliederungskriterien.  Weitverbreitet ist die Triade
       5) (1)  menschliche Arbeitskraft  als Gesamtheit der körperlichen
       und geistigen  Fähigkeiten der  Menschen ("... entwickeln von Po-
       wer, von  Fähigkeiten zur  Produktion und daher sowohl der Fähig-
       keiten wie der Mittel des Genusses") 6), (2) gegenständliche Ele-
       mente des Arbeitsprozesses (Arbeitsgegenstände und Arbeitsmittel)
       und (3)  jene Kräfte,  die aus  dem Zusammenwirken  der einzelnen
       Elemente des  Produktivkraftsystems resultieren  (Arbeitsteilung,
       Organisation der Produktion, Planung, Koordination, Transportmit-
       tel, "Kommunikationsmittel, Schaffen des Weltmarktes" 7) usw.).
       Als Inhalt  der Entwicklung  der Produktivkräfte  gibt W.P. Ilju-
       schetschkin 8)  die "kontinuierliche, stadiale, historisch zuneh-
       mende Übertragung  von Arbeitsfunktionen"  vom Menschen  auf  die
       Produktionsmittel an. (Dabei muß man sich hüten, diese Definition
       allzu anthropomorph  zu interpretieren.  Die technische Realisie-
       rung von  Arbeitsfunktionen kann  dabei vom menschlichen Original
       grundverschieden sein:  Man denke  etwa an  die Funktion "Gehen",
       die durch  das Rad  verwirklicht wird.) Um welche Funktionen han-
       delt es  sich dabei?  Iljuschetschkin unterscheidet  energetische
       (Antriebs-)Funktionen, Arbeitsfunktionen  im engeren  Sinne, Kon-
       trollfunktionen und  Planungsfunktionen. Die industrielle Revolu-
       tion bedeutet  seiner Ansicht  nach das Ende einer Phase der Ent-
       wicklung der  Produktivkräfte, in der sich zusätzlich zur energe-
       tischen Funktion  die Übernahme  der  Arbeitsfunktion  durch  die
       "Werkzeugmaschine" zu verbreiten begann.
       
       1.2 Die informationsverarbeitende Maschinerie
       ---------------------------------------------
       
       Die entwicklungsleitende Maschinerie der Gegenwart könnte man als
       "informationsverarbeitende Maschinerie"  9) (IVM) bezeichnen, die
       seit etwa 50 Jahren verschiedene Stufen der technischen Realisie-
       rung durchlaufen  hat. Die IVM ermöglicht es, die bisher den Men-
       schen vorbehaltenen Funktionen der Steuerung und Regelung der ma-
       schinellen Produktion, die durch Aufnahme, Speicherung, Verarbei-
       tung und  Übertragung von  Informationen und  die Betätigung  von
       Stellgliedern 10)  charakterisiert sind, im Arbeitsmittel zu ver-
       gegenständlichen. "Es  sind die  Steuer- und  Regeleinrichtungen,
       von denen  die  wissenschaftlich-technische  Revolution  ausgeht"
       11).
       Die aus  Bewegungsmaschine, Transmissionsmechanismus und Arbeits-
       maschine zusammengesetzte Maschinerie 12) der industriellen Revo-
       lution  machte,  technisch  gesehen,  die    M e c h a n i s i e-
       r u n g   der  Produktion  möglich.  Sie  wird  heute  durch  die
       informationsverarbeitende Maschinerie  ergänzt (siehe Abbildung).
       Der Produktionsprozeß  wird dabei  auf die  Stufe der    A u t o-
       m a t i s i e r u n g  gehoben.
       Ich möchte  vorschlagen, die  IVM in  drei Teile zu gliedern, die
       jeweils wieder eine Feinstruktur besitzen: (1) in den Sensor, (2)
       in die Informationsverarbeitungsvorrichtung im engeren Sinn (IVV)
       und (3) in den Aktor.
       
       Abbildung: Blockschaltbild eines Automaten
       
         +----------------------------------------------+
         ¦  Arbeits- oder Werkzeugmaschine              ¦
         ¦+--------------------------------------------+¦
         ¦¦+----------+    +----------+    +----------+¦¦  +----------+
         ¦¦¦Antriebs- ¦----¦Trans-    ¦----¦Werk-     ¦----¦Arbeits-  ¦
         ¦¦¦maschine  ¦    ¦mission   ¦    ¦zeug      ¦¦¦  ¦gegenstand¦
         ¦¦+----------+    +----------+    +----------+¦¦  +----------+
         ¦+--------------------------------------------+¦
         ¦       ¦                             ^        ¦
         ¦       ¦                             ¦        ¦
         ¦       v                             ¦        ¦
         ¦+--------------------------------------------+¦
         ¦¦+----------+    +----------+    +----------+¦¦  +----------+
         ¦¦¦Sensor    ¦----¦Informat. ¦----¦Aktor     ¦----¦Arbeiter  ¦
         ¦¦¦          ¦    ¦verarbeitg¦    ¦          ¦¦¦  ¦          ¦
         ¦¦+----------+    +----------+    +----------+¦¦  +----------+
         ¦+--------------------------------------------+¦
         ¦  Informationsverarbeitende Maschinerie       ¦
         +----------------------------------------------+
       
       Im   S e n s o r  sind die Fähigkeiten der menschlichen Sinnesor-
       gane verkörpert. Durch Maschinen können in zunehmendem Ausmaß die
       menschlichen Wahrnehmungsfunktionen  nachgeahmt werden.  Sensoren
       sind sogar  in der  Lage, Zustände oder Veränderungen der Materie
       festzustellen, die  für menschliche Organe zu fein wären oder für
       die es  gar kein  menschliches Organ  gibt. Die    I n f o r m a-
       t i o n s v e r a r b e i t u n g s v o r r i c h t u n g  im en-
       geren Sinn nimmt die von den Sensoren abgegebenen Signale auf und
       reagiert auf sie in vorprogrammierter Weise mit einem Output, der
       den   A k t o r  zu einer bestimmten Aktion bringt. Der Aktor muß
       nicht mit einer Arbeitsmaschine verbunden sein. Er kann auch oder
       ausschließlich einem  oder mehreren  Menschen  -  wie  etwa  beim
       Textautomaten bzw. beim Bildschirmtextsystem - Informationen über
       den  inneren   Zustand  der  IVV,  eingegebene  oder  bereits  im
       Massenspeicher befindliche Texte oder Bilder auf einem Bildschirm
       anzeigen. Derzeit ist der Bildschirm ein wesentliches Element der
       Mensch-Maschine-Interaktion.
       Ein Produktionsprozeß  heißt  g e s t e u e r t,  wenn der Infor-
       mationsfluß die  Elemente  Sensor-Informationsverarbeitung-Aktor-
       Werkzeugmaschine durchläuft, aber keine Informationen an der Sen-
       sor zurückgeführt  werden. "Beobachtet"  der Sensor  gleichzeitig
       den Herstellungsvorgang,  spricht man  von einem   g e r e g e l-
       t e n  oder  r ü c k g e k o p p e l t e n  Produktionsprozeß.
       Anhand der  bisher realisierten  Automaten kann  man verschiedene
       Abstufungen  und  Grade  der  Automatisierung  feststellen.  Sind
       zunächst noch  Automaten vorherrschend,  mit deren  Hilfe ein fix
       vorgegebenes Produkt hergestellt wird  (s t a r r e  A u t o m a-
       t i s i e r u n g),   werden ihnen  bald schon Maschinen den Rang
       ablaufen, deren  Produktionsprogramm  variabel  gestaltet  werden
       kann  f l e x i b l e  A u t o m a t i s i e r u n g).
       Bei sogenannten  "flexiblen Fertigungssystemen"  13) werden  auch
       die Produktivkräfte  der Kooperation  und Arbeitsteilung genutzt.
       Analog zur  Manufaktur, wo  verschiedene Handwerker  unter  einem
       Dach an  einem gemeinsamen  Endprodukt arbeiteten, übernehmen nun
       programmierbare Automaten (CNC-Maschinen, Fertigungszellen, Bear-
       beitungszentren o.ä.)  die Funktion  der Handwerker. Automatische
       Transportsysteme bewerkstelligen den Materialfluß zwischen ihnen.
       Eine oder  mehrere EDV-Anlagen  steuern das  Fertigungssystem und
       erledigen die  Lagerhaltung und  eventuell auch  die Kalkulation.
       Die Vorteile  gegenüber herkömmlichen Anlagen liegen auf mehreren
       Ebenen: Neben einer stark erhöhten Arbeitsproduktivität und einer
       kürzeren Produktionszeit  zeigen sich  große Einsparungen an Zwi-
       schenlagern. Die  gesamte Anlage wird kleiner und läßt sich rasch
       auf die  Herstellung anderer  Produkte (die  natürlich einer  be-
       stimmten Teile-  bzw. Produktfamilie zugehören müssen) umstellen.
       Die Tabelle  gibt die  Daten eines japanischen Werkzeugmaschinen-
       herstellungssystems vor  und nach der Umstellung auf flexible Au-
       tomatisierung wieder.
       
       Yamazaki Werkzeugmaschinenbau - Produktionskennziffern eines fle-
       xiblen Fertigungssystems  im Vergleich mit konventioneller Ferti-
       gung 14)
       
       Kennziffer                      Konventionelle   Flexibles
                                       Fertigung        Fertigungssy-
                                                        stem
       
       Platzbedarf in Quadratmetern      6500              3000
       Anzahl der Maschinen                68                18
       Anzahl der Beschäftigten           215                12
       Lohnkosten pro Jahr (Mio. $)         3,96              0,227
       Durchlaufzeit in Tagen              90                 3
       Umlaufmaterial (Mio. $)              5                 0,218
       Investition (Mio. $)                14                 18
       
       2. Einige Trends der technischen Entwicklung
       --------------------------------------------
       
       Ohne jeden  Anspruch auf  Vollständigkeit sollen einige Realisie-
       rungsmöglichkeiten für  die Elemente der Informationsverarbeiten-
       den Maschinerie und des Arbeitsgegenstandes angegeben werden, die
       sich bereits  in den Labors befinden. Diese Neuentwicklungen wer-
       den mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 bis 20 Jahren
       zu Serienreife gebracht werden und die Fertigungstechnologie ver-
       ändern.
       
       2.1 Sensoren
       ------------
       
       Bei der  Entwicklung von  Robotern beschäftigt  man sich intensiv
       mit der Herstellung künstlicher Sinnesorgane, die das bereits er-
       wähnte "Sehen",  aber auch taktile Sensoren und Ultraschallsenso-
       ren zur Entfernungsbestimmung umfassen 15). "Sehen" ist technisch
       besonders problematisch, da es an die elektronische Bildverarbei-
       tung besonders  große Anforderungen in bezug auf Verarbeitungsge-
       schwindigkeit und  geeignete Programme zur Bildanalyse stellt. Es
       zeichnen sich  Analysemethoden für  dreidimensionale  Anordnungen
       ab, die  etwa das  Orten und  Ergreifen von Objekten ermöglichen,
       die teilweise von anderen verdeckt sind 16).
       Taktile Sensoren  sind derzeit  noch zu  grob, um  besonders zer-
       brechliche und  verformbare Teile  (Drähte, Stoff,  Plastikfasern
       und  -folien)   abzutasten.  Eines   der  Ziele  ist  dabei,  ein
       "Tastbild" der  Oberfläche des Gegenstandes herzustellen, das vom
       Computer analysiert  werden kann. Zur Vermeidung von Zusammenstö-
       ßen eines  Roboterarmes mit  seiner Umgebung braucht man dringend
       Sensoren, die  bei gefährlicher  Nähe ein Warnsignal abgeben. Ul-
       traschallsensoren, die  wie ein  akustisches Radar funktionieren,
       zeigen bereits jetzt vielversprechende Ergebnisse.
       Spracherkennung ist  ein weiterer  wichtiger Zweig  der Anwendung
       der IVM. Kleinere Systeme sind nach einer Trainingszeit mit einem
       speziellen Sprecher  in der Lage, etwa 100 bis 200 Einzelworte zu
       "verstehen" 17). Die amerikanische Firma Kurzweil versprach, noch
       in diesem  Jahrzehnt einen  Apparat auf den Markt zu bringen, der
       bei einem  Wortschatz von  ca. 2000  Worten flüssig  gesprochenen
       Text auf  Papier oder  auf einem  Bildschirm mitschreibt;  manche
       Wissenschaftler stehen  der kurzfristigen Realisierung einer sol-
       chen Maschine skeptisch gegenüber 18).
       Präzisere Geräte  erfordern noch genauere Meßgeräte. Die Meßtech-
       nik befindet  sich in  stürmischer Entwicklung, nicht nur auf den
       Gebieten, die den menschlichen Sinnesorganen entsprechen, sondern
       auch in  Bereichen, die  menschlichen Sinnen  überhaupt versperrt
       sind, etwa  im Aufspüren  von chemischen Substanzen, von Bestand-
       teilen des Atoms oder seines Kerns etc.
       
       2.2 Informationsverarbeitungsvorrichtungen (IVV)
       ------------------------------------------------
       
       Die maschinelle  Informationsverarbeitung läßt  sich grob  in die
       Funktionen Speichern,  Rechnen und  Datenübertragen gliedern  mit
       den Hardware-Elementen  Speicher,  Rechenwerk  und  Datenübertra-
       gungseinrichtung 19).  Im Speicher  residieren ein  oder  mehrere
       Programme, die  Anweisungen für  die Durchführung  der  einzelnen
       Operationen enthalten.  Programme, die Software, sind das wesent-
       liche vierte Element der IVV.
       2.2.1   S p e i c h e r:   Die Realisierung  von Speichern begann
       zunächst auf  magnetischer Grundlage  (magnetisierbare Ringe  als
       sogenannte Kernspeicher,  Magnetbänder, Magnetplatten,  Festspei-
       cher auf  Magnetblasen-Basis). Die  optischen  Speicher  (Optical
       Disk) dürften  die nächste  Stufe der  Entwicklung darstellen. Im
       Vorraum zur  amerikanischen Kongreßbibliothek  in Washington kann
       man eine  Vorführanlage der japanischen Firma Sony sehen, die aus
       einem Bildschirm und einem Gerät besteht, das einem Videorekorder
       äußerlich sehr  ähnlich sieht. Mehrere Benutzer gleichzeitig kön-
       nen aus 6700 Filmtiteln und aus insgesamt ca. 100 000 Stehbildern
       auswählen. Das  gewünschte Bild erscheint nach etwa einer Sekunde
       nach dem Eintippen der im Verzeichnis aufgeführten Codenummer auf
       dem Bildschirm.  Die Qualität ist besser als ein Fernsehbild. Al-
       lerdings kostet  das "Pressen" der Platte derzeit noch 100 000 $,
       das Vorführgerät  ist um 12 000 $ zu haben. Der Speicher kann nur
       in einer Richtung, zum Abfragen von Informationen, verwendet wer-
       den. An  einem Speicher, der interaktiv benützt werden kann, wird
       gearbeitet.
       Sowjetische Techniker zeigten auf einer Ausstellung in der Öster-
       reichischen Akademie  der Wissenschaften in Wien 1983 Anwendungen
       der Holographie  zu Speicherzwecken.  Die hohe Packungsdichte der
       Informationen wird  durch die  räumlichen Eigenschaften des Holo-
       gramms, eines dreidimensionalen Bildes, erreicht.
       2.2.2   R e c h e n w e r k:   Für das  Rechenwerk, das Herzstück
       des Computers,  zeichnen sich zwei Innovationen ab. Nach dem Ein-
       satz von Relais, Elektronenröhren, Transistoren und den heute als
       Mikrochips bezeichneten  integrierten Schaltkreisen  dürften  der
       optische Computer  und der  Biochip (siehe 2.4) beachtliche Erhö-
       hungen der  Rechengeschwindigkeit mit  sich bringen. Der optische
       Computer 20)  arbeitet nicht  mit Elektronenströmen (bzw. mit dem
       Fehlen von  Elektronen, den sogenannten "Löchern") wie Transisto-
       ren und  integrierte Schaltkreise,  sondern mit Lichtstrahlen aus
       einem Laser,  die von  einem als "Transphasor" bezeichneten opti-
       schen Transistor  in ihrer Intensität verändert werden können. Es
       gibt -  anders als  bisher -  nicht nur zwei mögliche Ausgangszu-
       stände (Aus,  Ein), sondern eine ganze Serie von ihnen. Eventuell
       lassen  sich  dadurch  Effekte  erzielen,  die  heute  nur  durch
       "Parallelprozessoren" (gleichzeitiges  Rechnen  an  verschiedenen
       Stellen im  Computer, anstatt der bisher üblichen Aktivierung nur
       eines einzigen Schaltkreises; ein Weg, den Arbeitsteilung und Ar-
       beitsorganisation bei der lebendigen Arbeit längst gegangen sind)
       erreicht werden  können. Nachteil  des Transphasors ist die nied-
       rige Betriebstemperatur  nahe dem absoluten Nullpunkt. Neuere Ex-
       perimente weisen  aber auch auf ähnliche Effekte bei Zimmertempe-
       ratur hin.  Man erreichte  bisher rund  1000fach höhere Schaltge-
       schwindigkeiten als bei den derzeit leistungsfähigsten konventio-
       nellen Systemen.
       2.2.3   D a t e n ü b e r t r a g u n g:   Ordnet man die Transi-
       storen nicht wie bisher nur in einer Ebene an, sondern im dreidi-
       mensionalen Raum, läßt sich sowohl die Packungsdichte erhöhen als
       auch die  Länge der  Verbindungsleitungen verkürzen  21). Für den
       Zusammenschluß von  Computern, die  voneinander  weiter  entfernt
       sind, ist  die Anwendung  von Glasfaserkabeln  (oder Lichtleitern
       aus anderen Materialien) äußerst günstig. Sie dienen der Übertra-
       gung von  sehr dicht  gepackten Informationen mittels Laserstrah-
       len. Eine Referenzanlage erreicht bei einer Leitungslänge von 101
       km ohne  Zwischenverstärker eine fehlerfreie Übertragungsrate von
       274 Millionen Bits pro Sekunde 22).
       2.2.4  S o f t w a r e:  Die Entwicklung von Software ist für die
       Erweiterung der  Anwendungsmöglichkeiten der Computer von zentra-
       ler Bedeutung.  Ihr Anteil  an den  Gesamtkosten  eines  Rechners
       wächst ständig.  Der Softwareentwickler  benützt Programmierspra-
       chen, hierarchisch  strukturierte hochkomplexe Sprachsysteme, die
       wie die  Werkzeuge im  Laufe der  Geschichte verschiedenen Stilen
       unterworfen sind.  Gleichzeitig kommen  neue Hilfsmittel  für das
       Programmieren auf  den Markt.  Mit einem solchen Hilfsmittel kann
       man z.  B. das  Flußdiagramm (den  logischen Ablauf eines zu pro-
       grammierenden Vorganges)  direkt auf  den Bildschirm zeichnen. Es
       wird automatisch  in Maschinencode  (die unterste  Ebene der Ver-
       ständigung mit  der Rechenmaschine)  übersetzt. Testprogramme er-
       leichtern die Suche nach den beinahe unvermeidlichen Programmier-
       fehlern.
       Raschere Maschinen und größere Speicher ermöglichen Programme mit
       "künstlicher Intelligenz"  für Anwendungen in der Medizin, Geolo-
       gie, Chemie  - und  vor allem im Bereich des Militärs. Diese Pro-
       gramme sind  durch die  Benützung von Daten über die Wirklichkeit
       gekennzeichnet, etwa  durch das  Wissen verschiedenster menschli-
       cher Experten  über chemische Prozesse oder über die Gesetzmäßig-
       keiten geologischer Ablagerungen. Sie sind ein Instrument der Zu-
       sammenführung des  individuellen Wissens, das in der Gesellschaft
       vereinzelt existiert.  Sie benötigen  zunehmend Informationen aus
       der menschlichen  (vor allem  aus der wissenschaftlichen) Praxis.
       Sie können  lernen und  einmal als  erfolgreich benützte Lösungs-
       strategien auch auf andere Probleme anwenden. Die Gesetze der ma-
       thematischen Logik  allein sind  dazu oft  zu wenig.  Ein Problem
       wird vielfach erst durch eine geeignete Formulierung lösbar. 23)
       
       2.3 Aktoren
       -----------
       
       Die  Steuerung   mikroskopisch  kleiner  mechanischer  Strukturen
       (Ventile, Schalter)  macht im  Zusammenhang mit  der  Chiptechnik
       große Fortschritte.  Vielfach können  die Aktoren,  aber auch die
       Sensoren, direkt  auf einem  Chip untergebracht  werden, der auch
       die Elektronik  trägt. 24)  Für die  Robotertechnik werden  Bewe-
       gungsorgane entwickelt,  für die  menschliche Interaktion mit der
       Maschine flache  und flimmerfreie Bildschirme aus Flüssigkristal-
       len.
       Die Sprachausgabe  wird verfeinert.  Bereits jetzt  kann man sich
       von Kleincomputern  englischen Text relativ verständlich vorlesen
       lassen. 25)  Durch direkte  Rückkopplung der Sensoren und Aktoren
       über den  Computer entstehen  neue Interaktionsmöglichkeiten zwi-
       schen dem  Menschen und  der Maschine. Am Massachusetts Institute
       of  Technology   (MIT)  läuft   ein  Versuchssystem   mit   einer
       "Interaktiven Bildwand".  Der Benutzer  ist mit  einem speziellen
       Armband ausgerüstet, das dem Computer mitteilt, auf welchen Punkt
       der Wand  er gerade  hinzeigt. Ein in eine Brille eingebauter In-
       frarotsensor mißt  die Blickrichtung  und den Pupillendurchmesser
       des Benutzers. Ferner kann die Maschine bestimmte Worte verstehen
       und verarbeiten.  Die Bildwand reagiert sowohl auf Hinzeigen, An-
       sprechen, Blickrichtung  und Pupillengröße  mit Vergrößerung oder
       Verkleinerung des  Bildausschnittes bzw.  mit der Anzeige von De-
       tail- oder  Überblicksinformationen (ist  die  Pupille  groß,  so
       intepretiert die  Maschine dies als hohes Interesse des Benutzers
       und stellt  mehr und  detailliertere Information  zur Verfügung).
       Der Schöpfer  dieses Systems,  das wahrscheinlich  für den  Mili-
       täreinsatz gedacht ist, spricht von dem Problem, den Computer als
       Partner des  Menschen mit  einer bestimmten, direkt ansprechbaren
       Persönlichkeit ausstatten  zu müssen.  26) Der  "Kumpel" Computer
       soll auf diese Weise realisiert werden.
       Die Drucktechnologien  im Büro  befinden sich  im Umbruch.  Waren
       bisher die elektrische Schreibmaschine und die Speicherschreibma-
       schine Höhepunkte  der  Entwicklung,  werden  Tintenstrahldrucker
       oder Laserdrucker  die Qualität  der Druckwerke  derartig verbes-
       sern, daß sie dem Buchdruck in nichts nachstehen. Die Geräte sind
       derzeit noch  relativ teuer,  der Preisverfall setzt jedoch rasch
       ein. Die  billigsten Laserdrucker  sind in  der Größenordnung von
       10 000 DM auf dem Markt.
       
       2.4 Arbeitsgegenstand
       ---------------------
       
       Eine besonders  raffinierte Art,  den Arbeitsaufwand zur Herstel-
       lung von  Gegenständen zu verringern, ergibt sich mit den Mitteln
       der Biotechnologie.  Wie ein Samenkorn sich unter normalen Bedin-
       gungen zur  Getreideähre  entwickelt,  sollen  Biochips  auf  der
       Grundlage lebender  Bakterien wachsen können. 27) Obwohl die syn-
       thetische Eiweißerzeugung  noch Utopie  sein dürfte,  diskutieren
       amerikanische Wissenschaftler  ernsthaft die Idee eines molekula-
       ren Computers,  der nur daumengroß sein könnte und 10millionenmal
       mehr Speicherkapazität  enthält als  die heutigen leistungsfähig-
       sten Anlagen.  Die ersten Schritte zur Entwicklung solcher biolo-
       gischer Rechenmaschinen sollen auf dem Gebiet der Biosensoren ge-
       gangen werden. Damit könnte man auf die Bearbeitung eines Metall-
       kristalls von außen völlig verzichten. Durch genetische Steuerung
       könnte man  genau jene  Produkte sich  entwickeln lassen, die man
       benötigt. In  den USA wird der Biotechnologie für den Bereich der
       Landwirtschaft, des  Umweltschutzes, der Ernährung, der menschli-
       chen und  tierischen Gesundheit  und der Nutzung natürlicher Roh-
       stoffe (Anreicherung  von Erzen)  hohe Priorität eingeräumt. 28),
       29) Gleichzeitig  werden neue Materialien aus anorganischen Stof-
       fen entwickelt,  die in  der Natur reichlich vorkommen (Sand, Ton
       oder Kalk). 30) Die Herstellung dieser Kunststoffe erfordert viel
       weniger Energie  als die  der üblicherweise verwendeten Polymere.
       Ihre Eigenschaften  nähern sich  in manchen Fällen durchaus denen
       von bestem Stahl.
       
       3. Rückwirkungen auf die lebendige Arbeit
       -----------------------------------------
       
       Die angesprochenen Veränderungen in den vergegenständlichten Pro-
       duktivkräften beeinflussen die Hauptproduktivkraft, den arbeiten-
       den Menschen,  selbst, allerdings  in Abhängigkeit vom System der
       Produktionsverhältnisse. Eine  Tendenz, die von Marx in der Früh-
       phase des  Kapitalismus ausgesprochen  wurde,  zeigt  sich  immer
       deutlicher: "Das Detailgeschick des individuellen, entleerten Ma-
       schinenarbeiters verschwindet  als ein  winzig Nebending  vor der
       Wissenschaft, den ungeheuren Naturkräften und der gesellschaftli-
       chen Massenarbeit,  die im  Maschinensystem verkörpert sind." 31)
       Kapitalistische Rationalisierung  führt seit  geraumer Zeit dazu,
       daß das "winzig Nebending" überhaupt aus dem Arbeitsprozeß ausge-
       schlossen, arbeits-  und berufslos  wird. In  Österreich ist z.B.
       die Zahl  der Beschäftigten  in der  Industrie von 629 500 (1980)
       auf 563 700  (1984) zurückgegangen. Die vorgemerkten Arbeitslosen
       stiegen von  53 161  (1980) auf  130 469 (1984)  im  Jahresdurch-
       schnitt, was  Arbeitslosenraten von  1,9 bzw.  4,5  Prozent  ent-
       spricht. 32)
       
       3.1 Größere Variationsbreite in der
       -----------------------------------
       Gestaltung des Arbeitsprozesses
       -------------------------------
       
       Die zunehmende  zeitliche und  räumliche Entkoppelung des techni-
       schen Herstellungsprozesses  vom konkreten  menschlichen Arbeits-
       prozeß und  die "intelligentere" Maschinerie ermöglichen im Prin-
       zip unterschiedliche  Gestaltungen des Verhältnisses zwischen Ma-
       schinerie und  lebendiger Arbeit  (dezentral/zentral, menschliche
       Intelligenz/maschinelle Intelligenz, isoliert/vernetzt usw.). Be-
       triebsräte und  Gewerkschaften können  diese Entwicklung  nützen,
       indem sie  Rechte auf  Information über die verschiedenen Gestal-
       tungsmöglichkeiten und  auf Auswahl  der für die Belegschaft gün-
       stigsten Varianten durchsetzen.
       Unter kapitalistischen Bedingungen wird die erhöhte "Intelligenz"
       der Maschinen  auch zur  Übertragung der  Überwachungs- und  Kon-
       trollfunktionen des  Unternehmers oder Managers auf die Maschine-
       rie genutzt. Dem Arbeiter kann dies dann als "Sachzwang" oder als
       "für eine  reibungsfreie Abwicklung  der Produktion nötig" darge-
       stellt werden.  Gegen den Einbau von Anschlagzählern in Textauto-
       maten, gegen  Personalinformations- oder Betriebsdatenerfassungs-
       systeme (wie  sie jetzt  verschämter genannt  werden) und  andere
       Überwachungsmechanismen des  Kapitals muß  jedoch immer  noch mit
       gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen jeweils neu vorgegangen werden.
       33)
       
       3.2 Verringerung der Unmittelbarkeit der Arbeit
       -----------------------------------------------
       
       Die informationsverarbeitende Maschinerie reduziert den Anteil an
       sensu-motorischen Tätigkeiten.  Symbolisch oder (kunst)sprachlich
       vermittelte Arbeitsvorgänge nehmen zu. Am Textautomaten etwa wird
       die Einstellung  der Schreibmaschinenwalze  nicht mehr  von  Hand
       vorgenommen, die  Strichstärke einer  Zeichnung an  einem graphi-
       schen Bildschirm  nicht mehr durch manuelles Einstecken der rich-
       tigen Feder in das entsprechende Schreibwerkzeug festgelegt, son-
       dern durch  Eintippen eines Befehlswortes oder das Antippen eines
       bestimmten Symbols,  das am Bildschirm erscheint, mit der Finger-
       spitze. Die  neue Arbeit wird von den bisher üblichen Sinneswahr-
       nehmungen befreit  und damit auch von den bisher notwendigen, oft
       recht komplizierten  manuellen Aktivitäten.  In  dieser  Hinsicht
       wird Arbeit abstrakter.
       Arbeit wird  aber auch  allgemeiner. Derzeit  stehen schon  ganze
       Programmpakete zur Verfügung, deren Bedienung immer nach den sel-
       ben Regeln erfolgt. Der Werbeslogan der Firma Apple lautet dafür:
       "Wer ein  Programm kennt,  kennt alle."  Der oder die Angestellte
       ist nach  einer kurzen  Einarbeitungsphase durchaus  in der Lage,
       mit den  gleichen Grundkenntnissen in den verschiedensten Sachbe-
       reichen zu  arbeiten. Programmierkenntnisse  haben eine  ähnliche
       Bedeutung. Hat man eine oder mehrere Programmiersprachen erlernt,
       kann man Programme für die verschiedensten Anwendungsgebiete ent-
       wickeln. Es  liegt auf  der Hand,  daß an  die Arbeiter und Ange-
       stellten große  Anforderungen bezüglich Weiterbildung und Umschu-
       lung gestellt  werden. Ob  derartige  Maßnahmen  auf  Kosten  der
       Lohnabhängigen  gehen,  ist  eine  Frage  der  gewerkschaftlichen
       Kampfkraft. Darüber  hinaus sollte verstärkt versucht werden, bei
       Mehrfach- bzw.  Höherqualifikation eine  höhere Einstufung zu er-
       reichen.
       
       3.3 Vertiefung und Aufhebung der Arbeitsteilung
       -----------------------------------------------
       
       Der höhere  Allgemeinheitsgrad der  Arbeit hat zur Folge, daß ein
       einzelner Arbeiter  Tätigkeiten, die früher von verschiedenen Be-
       rufen ausgeübt  wurden, selbst  durchführt. Sachbearbeiter(innen)
       in Banken und Versicherungen bedienen heute die Kunden direkt vor
       einem Bildschirm, der ihnen alle nötigen Informationen vermittelt
       und neue  einzugeben gestattet. Die wachsende Übertragung von Ar-
       beitsfunktionen auf  die Maschinerie macht andererseits bestimmte
       Einzelberufe überflüssig.  Die Berufe des Uhrmachers, Schriftset-
       zers, aber auch des Drehers oder Schweißers (vor allem in der Au-
       toindustrie) werden  durch die  neue Technologie verdrängt. Damit
       wird die  Arbeitsteilung in  einzelnen Gebieten  aufgehoben. Aber
       auch ihre  Zunahme kann  konstatiert werden. Die neue Technologie
       schafft gleichzeitig  neue Berufe,  die bislang  unbekannt waren,
       wie z.B.  den Programmierer,  den EDV-Operator, den Systemberater
       oder ähnliche.
       
       3.4 Längerfristige Verschiebungen in der Tätigkeitsstruktur
       -----------------------------------------------------------
       des Gesamtarbeiters
       -------------------
       
       Die Reproduktionserfordernisse unserer Gesellschaft führen zu be-
       stimmten  Tätigkeitsfeldern,   die  ich  folgendermaßen  gliedern
       würde:
       a) Erzeugung der  unmittelbaren materiellen  Voraussetzungen  zur
       Reproduktion der Menschen (Erzeugung von Konsummitteln).
       b) Erzeugung der  materiellen Voraussetzungen zur Erweiterung des
       Produktionsapparates (Erzeugung  von Investitionsgütern;  Bauten,
       Ausrüstungsgegenstände und Zwischenprodukte).
       c) Tätigkeiten zur Reproduktion der natürlichen Umwelt: Durch den
       intensivierten Stoffwechsel  der Menschen  mit der  Natur ist  es
       dieser nicht  mehr möglich, sich von selbst zu reproduzieren. Sie
       muß zunehmend  durch menschlichen  Eingriff zur  produzierten und
       humanisierten Natur  werden (Umweltschutzmaßnahmen,  Naturschutz,
       aber auch  vor- und umsichtige Veränderung natürlicher Kreisläufe
       in effizientere Bahnen).
       d) Tätigkeiten zur  Reproduktion der  individuellen  menschlichen
       Persönlichkeit und  Arbeitskraft (Kochen,  Waschen, Flicken, Put-
       zen, Kinderbetreuung, kulturelle und künstlerische Betätigung al-
       ler Art, Muße, Geselligkeit usw.).
       e) Tätigkeiten zur  geistigen Aneignung der Welt: Bei Veränderung
       der Produktionsbasis,  aber auch bei Neuregulierung gesellschaft-
       licher Beziehungen  ist ein massenhaftes Verständnis der jeweili-
       gen Entwicklungsstufe  der Gesellschaft Voraussetzung. Sowohl die
       Erarbeitung, Verbreitung  und Aneignung  dieser Kenntnisse werden
       notwendige Tätigkeiten.
       f) Tätigkeiten zur  Veränderung menschlicher  Beziehungen: Einer-
       seits sind  diese Tätigkeiten auf der Ebene der zwischenmenschli-
       chen Beziehungen  angesiedelt (intensive  Gespräche in einer sich
       anbahnenden Liebesbeziehung, Bewältigung des Abbruchs von Freund-
       schaften, Auseinandersetzung  zwischen Eltern und Kindern), ande-
       rerseits  auf   der  Ebene   der  gesellschaftlichen  Beziehungen
       (politische, organisatorische Tätigkeit, schöpferisches Entwerfen
       von und Beteiligung an neuen Formen zur Durchsetzung von Interes-
       sen bestimmter Gruppen der Gesellschaft usw.).
       g) Tätigkeiten zur  Selbstfindung: In  einer sich rasch ändernden
       Umwelt ist  es notwendig,  in mehr  oder weniger großen Abständen
       die Vorstellungen  von der  eigenen Person,  aber  auch  von  der
       Rolle, die  man im  gesellschaftlichen Gefüge  selbst spielt, mit
       all den  übernommenen Gefühlen, Wertungen, Fähigkeiten und Kennt-
       nissen einer Überprüfung zu unterziehen. In Verbindung mit e) und
       angeleitet von einem entsprechenden Verständnis der Gesellschaft,
       wird man  sich der  heutzutage modernen  Psychotechniken  in  der
       einen oder anderen modifizierten Form bedienen können, die gerade
       jetzt im Zuge einer neuen Innerlichkeit eine Blütezeit erleben.
       Die einzelnen  Tätigkeiten erfreuen  sich derzeit  höchst  unter-
       schiedlicher finanzieller und sozialer Anerkennung. Profitvermit-
       telnde Tätigkeiten  werden finanziell  honoriert, während  ebenso
       notwendige Tätigkeiten  wie die  Hausarbeit oder die Kindererzie-
       hung keines  Honorars gewürdigt werden. Andere Arbeiten, wie die-
       jenigen zur  Wiederherstellung einer menschenfreundlichen Umwelt,
       sind erst  durch den  Druck massiver  Krisen salonfähig geworden.
       Politischer Veränderungsarbeit  fehlt bis heute die gesellschaft-
       liche Anerkennung,  sie wird  sogar durch Berufsverbot, Karriere-
       entzug oder Arbeitslosigkeit bestraft. Die wissenschaftlich-tech-
       nische Revolution  unter kapitalistischen  Bedingungen macht  die
       Tätigkeitsfelder a)  bis c) durch Einsatz von Automaten produkti-
       ver. Lebendige  Arbeit wird  aus diesen  Bereichen verdrängt. Die
       Tätigkeiten im  Bereich d)  werden als weitgehend kostenlose Vor-
       leistung der  Arbeitskräfte eingefordert, ja im Bereich der Haus-
       arbeit sind  die Lohnabhängigen gezwungen, technische Hilfsmittel
       selbst zu kaufen, um sich diese Arbeiten zu erleichtern. Die gei-
       stige Aneignung der Welt (Bereich e) wird nur soweit bezahlt, als
       sich letztlich daraus ein Gewinn ableiten läßt. Die weiteren Fel-
       der f)  und g)  gelten als  der Privatsphäre zugehörig und werden
       kaum finanziell  von der Gesellschaft entschädigt (mangelnde Ver-
       sorgung  mit  Sozialarbeitern,  psychosozialen  Beratungsdiensten
       usw.).
       Wenn aber  gerade die  ersten der  angeführten Bereiche verstärkt
       auf die  Maschinerie ausgelagert  werden, wird  die  Gesellschaft
       längerfristig vor  dem Problem  stehen, die  anderen  Tätigkeiten
       verstärkt anzuerkennen.  Dies könnte auf dem Wege einer gesetzli-
       chen Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichzeitigem Aufrechterhal-
       ten bzw.  Erhöhen des  Reallohnniveaus erreicht werden. Es stünde
       für die  letztgenannten Tätigkeiten dann mehr Freizeit zur Verfü-
       gung. Die  Diskussion um den Basislohn, die in alternativen Krei-
       sen, aber auch von Vertretern der katholischen Kirche 34) und der
       Sozialdemokratie in  Österreich geführt  wird, zeigt  an, daß man
       sich der  angeführten Probleme  zunehmend bewußt wird. Meines Er-
       achtens nach  dürfte aber  die Einführung eines Basislohns in der
       Höhe des  durchschnittlichen Lohnabhängigeneinkommens  auf  Grund
       der politischen  Kräftekonstellation kaum  durchführbar  und  auf
       Grund der daraus resultierenden Trennung der Gesellschaft in Men-
       schen, die  am gesellschaftlichen  Arbeitsprozeß teilnehmen,  und
       solche, die sich auf private Tätigkeiten oder in den "informellen
       Sektor" zurückziehen,  kaum wünschenswert  sein. Eine  Ausweitung
       und Vereinheitlichung  des vorhandenen  Existenzminimums bzw. der
       Notstandshilfe und  des Arbeitslosengeldes,  kombiniert mit einer
       gesetzlichen Verkürzung des Arbeitstages und der Finanzierung ge-
       sellschaftlich nützlicher  Arbeiten auf  Grund von demokratischen
       Entscheidungen regional  gewählter Organe,  schiene eine sinnvol-
       lere Kombination. 35)
       
       4. Auswirkungen auf das Wirtschaftssystem
       -----------------------------------------
       
       Das Wachstum der Produktivkräfte ermöglicht Veränderungen in ver-
       schiedene Richtungen:  Durch den  gestiegenen  gesellschaftlichen
       Reichtum kann  der Dienstleistungssektor  expandieren, durch  die
       neuen technischen  Gegebenheiten lassen sich Dienstleistungen ma-
       teriell in  Warenform vergegenständlichen  und die  Erzeugung von
       Waren und  Diensten aus  dem formellen  in den informellen Sektor
       verlagern. Die  Akkumulationsfähigkeit der  Wirtschaft wird durch
       die Verschiebung  zu den  Dienstleistungen einerseits  beschränkt
       (die Dienstleister  "essen" vom Mehrprodukt), andererseits bilden
       sie  die   Voraussetzung  für   eine  beschleunigte  Akkumulation
       (Wissenschaft und  Forschung erhöhen  die Produktivität). Je nach
       den konkreten  gesellschaftlichen Bedingungen haben diese Tenden-
       zen unterschiedliche Auswirkungen auf die Preise.
       
       4.1 Ausweitung des Dienstleistungssektors
       -----------------------------------------
       
       Der wachsende  gesellschaftliche Reichtum,  der durch die gestie-
       gene Produktivität  des Gesamtarbeiters in den Sektoren der mate-
       riellen Warenproduktion,  aber auch  bestimmter  Dienstleistungen
       (Banken, Versicherungen,  Verkehr, Nachrichtenwesen,  Handel) er-
       möglicht wurde, veränderte bereits in den letzten Jahrzehnten die
       Wirtschaftsstruktur. Während  zu Beginn  des Jahrhunderts rund 90
       Prozent der Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig waren, ver-
       schob sich  danach der  Schwerpunkt der  Tätigkeiten in die Indu-
       strie und  das produzierende Gewerbe. Diese Entwicklung erreichte
       im vergangenen  Jahrzehnt in den meisten westeuropäischen Ländern
       ihren Höhepunkt.  In den letzten Jahren wurden die Dienstleistun-
       gen zum Beschäftigungsschwerpunkt. Kaum ein westeuropäisches Land
       beschäftigt heute  weniger als  die Hälfte seiner Arbeiter, Ange-
       stellten oder  Beamten im Dienstleistungsbereich. In den USA, Ka-
       nada, aber  auch in Belgien liegen die Dienstleistungsanteile be-
       reits bei  fast 70  Prozent 36).  Jedoch ist diese Ausweitung des
       Dienstleistungssektors statistisch stark überzeichnet, da es sich
       bei vielen Dienstleistungen nur um ausgelagerte, unmittelbar pro-
       duktionsbezogene Tätigkeiten handelt, die im strengen Sinne Teil-
       bereiche der  materiellen Produktion sind (wie EDV-Dienstleistun-
       gen, Projektierung, Transport, aber auch Anlagen-Leasing, Verwal-
       tungsfunktionen etc.).
       Eine rasche Ausweitung der Beschäftigung im Dienstleistungssektor
       wäre durchaus  wünschenswert, da  die neuen Tätigkeiten sich kaum
       mehr im  Bereich der  traditionellen  Arbeitsfunktionen  bewegen,
       sondern sich verstärkt auf die neuen Bedürfnisse der Gesellschaft
       beziehen werden,  wie etwa  Bildung, Wissenschaft  und Forschung,
       Soziales und  Gesundheit, Umweltschutz  oder sonstige  kulturelle
       künstlerische  Aktivitäten.  Unter  kapitalistischen  Bedingungen
       treten jedoch Probleme der Finanzierung und Durchsetzung auf.
       Die USA  und Japan werden gerne als positive Beispiele angeführt,
       wie ein  Wachstum der  Arbeitsplätze zu erreichen sei. In der Tat
       sind die Gesamtbeschäftigten in den USA von 1970 bis 1983 um rund
       30 Prozent  gestiegen (was  einer Zunahme  um 23,03 Mio. Beschäf-
       tigte entspricht)  37). Was  zunächst so günstig aussieht, schmä-
       lert der  Blick auf  zwei andere  Wirtschaftsindikatoren: Die Ar-
       beitslosenrate lag 1983 bei 9,5 Prozent 38), und die realen Stun-
       denlöhne eines  Arbeiters liegen  1985 um 5 Prozent niedriger als
       im Jahre 1969. Gleichzeitig ist in den letzten 20 Jahren die Mit-
       gliedschaft bei  den Gewerkschaften von einem Drittel der Lohnab-
       hängigen auf ein Viertel zurückgegangen 39).
       In Westeuropa,  wo der  Einfluß der  Gewerkschaft stärker spürbar
       ist,  sind   Reallöhne  und  Masseneinkommen  annähernd  konstant
       geblieben, allerdings  gelang es  den Unternehmern, die Lohnsumme
       durch deutliche  Rationalisierungsmaßnahmen relativ  zu  verklei-
       nern. Eine  Stagnation der  Beschäftigungszahlen und  ein rasches
       Ansteigen der  Arbeitslosigkeit waren  die Folge.  Man  wird  zum
       Schluß gedrängt,  daß die  Effizienz des  Kapitalismus nicht  nur
       groß ist in Bezug auf die profitable Nutzung von Wissenschaft und
       Technik, sondern  ebenso groß in der Einschnürung des Umfangs der
       wichtigsten volkswirtschaftlichen  Variablen, der zahlungskräfti-
       gen Nachfrage  nach privaten Konsumgütern. Unter den herrschenden
       Kräfteverhältnissen scheint  der Staat nicht in der Lage zu sein,
       neue Arbeitsplätze  zu schaffen.  Unter dem Druck der Unternehmer
       orientiert er auf die Förderung einer neuen Gründerzeitwelle nach
       dem Motto:  "Jeder sein  eigener Unternehmer,  jedem sein eigenes
       intelligentes Produkt".  Wird aber  das  gesamte  Masseneinkommen
       real nicht erhöht, werden sich diese Hoffnungen als Illusion her-
       ausstellen, auch  wenn großzügigste  staatliche Technologieförde-
       rungsprogramme kurz-  bis mittelfristig die Konkurrenzbedingungen
       auf dem  Weltmarkt zugunsten  des einen  oder anderen Landes ver-
       schieben können.
       
       4.2 Umwandlung von Dienstleistungen in Waren
       --------------------------------------------
       
       Moderne Informationstechnik  ermöglicht es,  bestimmte Dienstlei-
       stungen (man denke an das Konzert einer Pop-Gruppe, eine Dichter-
       lesung, ein  Fußballspiel) zu speichern und den menschlichen Sin-
       nen zu  einem späteren  Zeitpunkt wieder  zugänglich  zu  machen.
       Diese Dienste  werden so in Warenform vergegenständlicht. Dadurch
       kann das Mehrprodukt angereichert und der Kreis der akkumulierba-
       ren Güter  erweitert werden, was auch für Computerprogramme gilt.
       Bei ihnen  sind die Reproduktionskosten gegenüber den ursprüngli-
       chen Produktionskosten  sehr klein.  Durch  Kopierschutzmaßnahmen
       versuchen die Software-Firmen die Reproduktionskosten zu erhöhen,
       damit der Markt für Software-Produkte erhalten bleibt.
       
       4.3 Ausweitung des informellen Sektors
       --------------------------------------
       
       Umgekehrt führt  die fortschreitende  Automatisierung der Produk-
       tion bei bestimmten Produktionsmitteln zu Verbilligungen. Dadurch
       werden  sie   auch  für   die  privaten  Haushalte  erschwinglich
       (Heimwerkerausrüstungen,  Heimcomputer,  Getreidemühlen,  Selbst-
       baumöbel, Bausätze  für Schwimmbecken usw.). Mit diesen Produkti-
       onsmitteln wird  in der  Selbstbedienungssphäre gewerkt.  Dadurch
       werden einerseits  im privaten  Haushalt Gebrauchswerte  erzeugt,
       die dann  nicht mehr  über den Markt bezogen werden, andererseits
       werden der kapitalistischen Ökonomie ausbeutbare Dienstleistungen
       entzogen. "Eigenarbeit" substituiert also Lohnarbeit.
       Die Verbreitung von intelligenten Produktionsmitteln scheint aber
       zumindest bei  Heimcomputern auf eine Grenze zu stoßen. Das kapi-
       talistische System ist nur eingeschränkt in der Lage, im gleichen
       Ausmaß die notwendige Bildung zu vermitteln, wie die Warenproduk-
       tion gesteigert wird.
       
       _____
       *) Der Autor  dankt Wolfgang  Hofkirchner und  Walter Hollitscher
       herzlich für  freundschaftliche Kritik,  Ergänzungen und Anregun-
       gen. 1) K.  Marx, Das  Kapital, I.  Bd., in:  K. Marx, F. Engels,
       Werke, Bd. 23, Berlin/DDR 1979, S. 529 f.
       2) F. Adler,  Zu einigen  Grundmerkmaler,  der  wissenschaftlich-
       technischen Revolution,  Arbeitskreis wissenschaftlich-technische
       Intelligenz, Wien 1978, S. 41.
       3) K. Marx,  F. Engels,  Manifest der Kommunistischen Partei, in:
       dies., Werke, Bd. 4, Berlin/DDR 1977, S. 468.
       4) G. Klaus,  M. Buhr  (Hg.), Philosophisches Wörterbuch, Leipzig
       1972, Bd. 2, S. 879, Stichwort "Produktivkräfte".
       5) Autorenkollektiv unter der Leitung von E. Hahn, Grundlagen des
       historischen Materialismus, Berlin/DDR 1976, S. 161.
       6) K. Marx,  Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Ber-
       lin/DDR 1974,  S. 599; ferner: "Die Produktivkraft der Arbeit ist
       durch mannigfache  Umstände bestimmt,  unter  anderen  durch  den
       Durchschnittsgrad des  Geschicks der  Arbeiter, die Entwicklungs-
       stufe der  Wissenschaft und  ihrer technologischen Anwendbarkeit,
       die gesellschaftliche Kombination des Reproduktionsprozesses, den
       Umfang und  die Wirkungsfähigkeit der Produktionsmittel und durch
       Naturverhältnisse", K. Marx, Das Kapital, 1. Bd., a.a.O., S. 56.
       7) K. Marx,  Grundrisse  der  Kritik  der  politischen  Ökonomie,
       a.a.O., S. 215.
       8) W.P. Iljuschetschkin,  Meinungsaustausch über  die Entwicklung
       der Produktivkräfte  der vorkapitalistischen  Klassengesellschaf-
       ten, 1. Teil, in: Sowjetwissenschaft - Gesellschaftswissenschaft-
       liche Beiträge, 2/1985, S. 211.
       9) F. Adler, a.a.O. S. 10-13.
       10) T. Boverie, T. Wasserrab und H. Jauslin (Hg.), Technik 4, Das
       Fischer  Lexikon,  Frankfurt  Main  1963,  Stichwort  "Regelungs-
       technik", S. 236.
       11) W. Jonas,  Die Produktivkräfte in der Geschichte, Bd. 1, Ber-
       lin/DDR 1969, S. 28.
       12) K. Marx, Das Kapital, 1. Bd., a.a.O., S. 393.
       13) J. Bessant,  Flexible Manufacturing Systems: an overview, in:
       UNIDO, Microelectronics Monitor, Nr. 12 Supplement, Wien 1984.
       14) Voest-Alpine Finalindustrie,  Werkzeugmaschinen - Fertigungs-
       technologien - Fertigungsverfahren, Linz 1984, HD. III, 710.
       15) Frontiers in  Science and  Technology - A Selected Outlook. A
       Report by  the Committee  on Science. Engineering, and Public Po-
       licy of the National Academy of Sciences, National Academy of En-
       gineering, Institute of Medicine, New York/San Francisco 1983, S.
       195-198.
       16) B.K.P. Horn  und K.  Ikeuchi, Die automatische Handhabung re-
       gellos orientierter Teile, in: Spektrum der Wissenschaft 10/1984,
       S. 76-90.
       17) W.A. Deutsch, Trends und Perspektiven der digitalen Verarbei-
       tung von  akustischen Signalen: Sprache, in: Österreichische Com-
       puter Gesellschaft, Mitteilungsblatt Nr. 51, Jänner 1985, S. 51-1
       bis 51-8.
       18) T. Winograd,  Software für  Sprach Verarbeitung, in: Spektrum
       der Wissenschaft 10/1984, S. 120-129.
       19) C.H.D. Toong  und A. Gupta, Personal Computer - Allzweckrech-
       ner für  jedermann, in:  Spektrum der Wissenschaft 2/1983, S. 96-
       113.
       20) E. Abraham,  C.T. Seaton und S. D. Smith, Der optische Compu-
       ter, in: Spektrum der Wissenschaft 4/1983, S. 46-56.
       21) A.J. Blodgett,  Mikrochips im Minipack, in: Spektrum der Wis-
       senschaft 9/1983, S. 94-106.
       22) Frontiers in  Science and  Technology -  A Selected  Outlook,
       a.a.O., S. 173.
       23) Spektrum der  Wissenschaft 11/1984  enthält  eine  sehr  gute
       Übersicht über  den jüngsten  Stand der Softwareentwicklung, über
       "Künstliche Intelligenz"  informiert hervorragend der Beitrag von
       D.B. Lenat, Software für Künstliche Intelligenz, S. 178-188.
       24) J.B. Angell, S.C. Terry und P.W. Barth, Mikromechanik aus Si-
       lizium, in: Spektrum der Wissenschaft 6/1983, S. 38-50.
       25) Das Programm  Smoothtalker, das  für den Kleincomputer Macin-
       tosh der amerikanischen Firma Apple entwickelt wurde, erlaubt es,
       die Stimmlage  und die  Geschwindigkeit des künstlichen Sprechers
       zu variieren.
       26) Richard A.  Bolt, Conversing  with Computers,  in: Technology
       Review, edited  at the Massachusetts Institute of Technology, Fe-
       bruar/March 1985, S. 34-43.
       27) UNIDO, Microelectronics Monitor, Oktober - Dezember 1983, Nr.
       8, S. 5-6.
       28) Research Briefings 1984 for the Office of Science and Techno-
       logy Policy,  the National Science Foundation, and Selected Fede-
       ral Departments and Agencies, National Academy Press, Washington,
       D.C. 1984, S. 31-43.
       29) Report of  the Chairman of the Committee on Science, Enginee-
       ring and Public Policy to the Annual Meeting of the National Aca-
       demy of Sciences, April 1985, S. 4.
       30) J.D. Birchall und A. Kelly, Neue anorganische Werkstoffe, in:
       Spektrum der Wissenschaft, 7/1983, S. 86-97.
       31) K. Marx, Das Kapital, 1. Bd., a.a.O., S. 446.
       32) Monatsberichte  des   Österreichischen  Instituts  für  Wirt-
       schaftsforschung, Statistische  Übersichten,  Nr.  4/1985,  Tabl.
       11.4.
       33) Dank der  Klage eines  Betriebsrates der  Firma Isovolta beim
       Einigungsamt ist  in Österreich die automatische Aufzeichnung von
       Telefonnummern als  "gegen die Menschenwürde gerichtet" untersagt
       worden.
       34) H. Büchele  und L.  Wohlgenannt, Grundeinkommen ohne Arbeit -
       Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft, Wien 1985.
       35) Rohfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Wege zur Vollbe-
       schäftigung", Reihe  Gewerkschaftliche  Orientierung,  Vorabdruck
       1/1985, Diskussionsgrundlage  der Tagung  am 12. Januar '85, Linz
       1985.
       36) Statistisches Handbuch  für  die  Republik  Österreich,  Wien
       1984, Internationale  Daten, Tabl.  4.01 -  Beschäftigung und Ar-
       beitsmarkt, S. 541.
       37) Statistisches Handbuch  für  die  Republik  Österreich,  Wien
       1984, Eigenberechnung aus den Tabellen 4.01, S. 541, und 4.03, S.
       544.
       38) Statistisches Handbuch  für  die  Republik  Österreich,  Wien
       1984, Tabl. 4.05, S. 546.
       39) Mündliche Auskunft  eines Mitarbeiters  der AFL  - CIO, Indu-
       strial Union  Department, in  Washington, D.C., im Frühjahr 1985;
       ferner: "In  den USA  sank zwischen 1954 und 1980 der prozentuale
       Anteil von  gewerkschaftlich organisierten abhängig Beschäftigten
       außerhalb der  Landwirtschaft und  des Baugewerbes  von 39,2  auf
       23,6 Prozent.  Auch die absolute Zahl der Gewerkschaftsmitglieder
       ging in  dieser Periode zurück." In: economic Impact, United Sta-
       tes Information Agency, Nr. 1/1985, S. 5.
       

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