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       "DOKUMENTE EINES NEUEN MCCARTHYISMUS
       Gedächtnisprotokoll von Einstellungsverhören christlicher und
       pazifistischer Lehramtsbewerber

       Zeit: 27. September 1976, ??.??-??.?? Uhr
       Ort: Augsburg
       Gesprächsteilnehmer: Von  der Regierung  von Schwaben: Oberregie-
       rungsrat Herzer (H.) Herr Klüger (K.), Frau Rist (R.)
       Der Bewerber: ??????? ?????? (?.)
       Als Begleiter  des Bewerbers:  Pfarrer Schwemmer (S), z.Z. Dokto-
       rand an der Universität Lateranum in Rom

       H.: Die DKP will die Diktatur des Proletariats.
       ?.: Ich bin gegen jede Art von Diktatur.
       H.: Dann hätten Sie längst austreten müssen, denn dieses Programm
       unterstützt die  Ziele der  DKP. Halten Sie das Programm für ver-
       fassungstreu?
       (...)
       R.: Ich  verstehe Sie  nicht, Herr  ??????. Sie nehmen einfach so
       zur Kenntnis,  daß das  Hessische Institut für Friedens- und Kon-
       fliktforschung marxistisch  unterwandert ist, und bezeichnen Mar-
       xismus als  eine Wissenschaft.  Mir  läuft  es  bei  dem  Begriff
       'Marxismus' eiskalt über den Rücken runter." ("Blätter" 11'76)

       Ich bin gegen eine  klerikalfaschistische Diktatur der Angestell-
       ten, aber diese ist Realität. Nieder mit den theologischen Fakul-
       täten in Tübingen, Erlangen und München.  (No. 243  ist noch klü-
       ger.)

                                     ***

       Sowohl Ereignis- als auch  Errorlogfile werden  bei DEA  anonymi-
       siert geführt, es werden keine IP-Adressen oder andere  personen-
       bezogene Daten  (die DEA ja gar nicht hat)  gespeichert.  DEA er-
       füllt damit die Kriterien des Siegels 'Wir-speichern-nicht'. (An-
       trag ist gestellt.)

       Sollte außerhalb der Kontrolle von  DEA eine Instanz die aufgeru-
       fene Folge von  URLs sammeln,  kann jedoch das  Surfverhalten und
       die Rechercheinteressen zumindest anonym exakt nachvollzogen wer-
       den.
       Um dies  zu vermeiden bietet DEA einen Zugang zum Archiv mit ver-
       schlüsseltem URL  an. Das  Grundprinzip des URL-Verschlüsselungs-
       verfahrens ist einfach aber wirksam:

       Es gibt  nur ein php-Skript - archiv.php -, das alle Funktionali-
       täten von  DEA enthält  und alle HTML-Ausgaben mit den Hyperlink-
       Verknüpfungen erzeugt. Ein Hyperlink mit seinen 'sprechenden' Pa-
       rametern wird  nun aber  nicht mehr in den HTML-Code geschrieben,
       sondern es  wird eine  eindeutige Zufallszahl gezogen. Mit dieser
       Zufallszahl als  Schlüssel wird  der Hyperlink in einer MySQL-Da-
       tenbanktabelle hinterlegt.  Als URL  wird an  die  entsprechenden
       Stelle des  HTML-Codes der  Skriptaufruf archiv.php  mit der  Zu-
       fallszahl als  Parameter geschrieben. Nach dem Seitenaufbau been-
       det sich archiv.php, wird aber beim Mausklick auf irgendeinen Hy-
       perlink sofort wieder angestoßen. archiv.php liest als erstes an-
       hand der  übergebenen Zufallszahl  die Übergabeparameter  aus der
       Datenbanktabelle,  löscht sofort  diesen  Eintrag  und führt dann
       den Programmkontext aus. Das ist das Grundprinzip.

       Features:
       * In der  URL-Eingabezeile ihres  Browsers  erscheint  immer  ein
       gleichformatiger Eintrag  mit einer  Zufallszahl  als  Parameter,
       egal was Sie in DEA gerade machen.
       * Aus dem  Zufallszahl-Parameter kann kein Bezug zur aufgerufenen
       Seite abgeleitet  werden. Dieselbe Seite hat bei jedem Aufruf im-
       mer eine anderere Zufallszahl-URL. Mit der Folge der aufgerufenen
       verschlüsselten URLs ist das Surfverhalten nicht nachvollziehbar.
       Auch nicht für den webmaster.
       Jeder URL wird nach einmaligem Aufruf sofort ungültig. Sie können
       das leicht nachvollziehen,  wenn Sie auf die  Schaltfläche 'Aktu-
       elle Seite neu laden'  Ihres Browsers klicken.  Sie erhalten dann
       sofort eine Fehlermeldung.  Im Augenblick wo das angeforderte Do-
       kument auf Ihrem Monitor erscheint,  ist der Link schon ungültig.
       Nur wieviel 'traffic'  Sie mit  DEA hatten, ist bekannt.
       Die URLs in den Logfiles der Provider sind eine sinnlose Sammlung
       von Zufallszahlen,  die keinen Rückschluss auf die besuchten Sei-
       ten in DEA ermöglicht. Dies gilt auch für das externe Archiv 'In-
       fobroking'.
       Um dieses Verfahren auszuhebeln,  müsste ein  Bundestrojaner  auf
       dem DEA-Server installiert oder der Datenstrom beobachtet werden.

       Nachteile:
       * Verschlüsselte  URLs sind  nicht zitierbar. Wenn Sie DEA in der
       verschlüsselten Betriebsart  benutzen, erscheint daher in der er-
       sten Zeile eines angezeigten Textes oder Bildes eine zitierfähige
       URL. Sie  können diese  verifizieren, indem Sie diese in die URL-
       Eingabezeile kopieren und mit enter aufrufen. Sie verlassen damit
       aber den  verschlüsselten Modus von DEA und hinterlassen eine Da-
       tenspur. In  den verschlüsselten  Modus können  Sie nur  über die
       Startseite zurück gelangen.
       * Suchmaschinen  laufen ins Leere.  Die Indexierung  der Datenbe-
       stände wird durch die unverschlüsselte und zitierbare Betriebsart
       sichergestellt.

       Die EU-Richtlinie zur  Vorratsdatenspeicherung  ist auch nach dem
       Karlsruher Urteil weiterhin in Kraft.
       DEA hofft,  mit diesem Verfahren einen Beitrag zur Aushöhlung der
       Vorratsdatenspeicherung geleistet zu haben.

       DEA empfiehlt das Microsoft (R) Betriebssystem Windows Vista (TM)
       Home Basic Packard Bell und Hardware von Packard Bell.

       Oktober 2011