Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 02/1979


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       DAS INSTITUT FÜR INTERNATIONALE POLITIK UND WIRTSCHAFT
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       DER DDR ZU BERLIN (IPW)
       =======================
       
       Max Schmidt
       
       1. Aufgaben,  Organisation, Publikationen,  Kontakte -  Aufgaben-
       stellung -  Punktion und  Organisationsstruktur - Periodische Pu-
       blikationen -  Weitere Publikationen  - Wissenschaftliches  Leben
       und Auslandskontakte - Bibliothek - 2. Zu Hauptrichtungen der ge-
       genwärtigen Arbeit und ihren Ergebnissen.
       
       Das Institut  für Internationale  Politik und  Wirtschaft der DDR
       (IPW) besteht  seit Juli  1971. Es  entstand auf  Grund eines Be-
       schlusses des  Präsidiums des Ministerrats der DDR. Seine Vorgän-
       ger, die  in das neugebildete Institut übergingen, waren die seit
       1946 bzw.  1949 in Berlin bestehenden Einrichtungen Deutsches In-
       stitut für Zeitgeschichte (DIZ) und Deutsches Wirtschaftsinstitut
       (DWI).
       
       1. Aufgaben, Organisation, Publikationen, Kontakte
       --------------------------------------------------
       
       Aufgabenstellung
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       Das IPW  wirkt  als  interdisziplinäres  wissenschaftliches  For-
       schungsinstitut, in  dem  Wissenschaftler  verschiedener  gesell-
       schaftswissenschaftlicher  Disziplinen  -  Ökonomie,  Geschichte,
       Philosophie, Staats- und Rechtswissenschaft, Außenpolitik und in-
       ternationale Beziehungen u.a. - bei der Analyse der komplexen und
       komplizierten Probleme zusammenwirken, die sich aus der Rolle und
       Verantwortung des  Sozialismus im revolutionären Weltprozeß erge-
       ben und  die vom  Standpunkt des Marxismus-Leninismus beantwortet
       werden müssen.
       Dabei konzentriert  sich das IPW auf die theoretische Erforschung
       und praktische  Untersuchung von  Grundfragen der internationalen
       Entwicklung der  Gegenwart,  der  Dialektik  der  internationalen
       Klassenauseinandersetzung unserer  Zeit,  der  Auseinandersetzung
       und der  Beziehungen zwischen Sozialismus und Imperialismus sowie
       der Entwicklungstendenzen  und neuen  Erscheinungen des  heutigen
       Kapitalismus in  schöpferischer Anwendung der Leninschen Imperia-
       lismustheorie.
       Das IPW sieht seinen Auftrag in einer wirksamen theoretischen und
       politisch-ideologischen Arbeit  auf der  Grundlage des  Zentralen
       Forschungsplanes der marxistisch-leninistischen Gesellschaftswis-
       senschaften der DDR.
       - als Beitrag zur Entwicklung des sozialistischen Bewußtseins des
       Volkes der DDR;
       - zur Beratung  und Unterstützung  von Partei-  und Staatsorganen
       sowie gesellschaftlicher Organisationen;
       - zur Durchsetzung der sozialistischen Friedenspolitik der DDR;
       - als Beitrag  zur Entwicklung  der internationalen  marxistisch-
       leninistischen Diskussion über die Einschätzung der Rolle und der
       neuen Erscheinungen des heutigen Kapitalismus, die Besonderheiten
       seiner gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung;
       - als Beitrag  zur Solidarität  mit allen um ihre Befreiung kämp-
       fenden Völkern.
       
       Funktion und Organisationsstruktur
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       In der  Zeit seines  Bestehens hat sich das IPW zu einer auch in-
       ternational anerkannten und beachteten Stätte marxistisch-lenini-
       stischer Imperialismusforschung entwickelt.
       Das IPW  ist Leitinstitut  der Imperialismusforschung  und Träger
       des wissenschaftlichen  Rates für Imperialismusforschung der DDR,
       in dem führende Wissenschaftler und Praktiker aus wissenschaftli-
       chen Instituten, Universitäten und Hochschulen sowie Verlagen und
       gesellschaftlichen Organisationen vertreten sind.
       Dieser Rat  wirkt als Zentrum der konzeptionellen Diskussion, des
       wissenschaftlichen Meinungsstreites,  der Beratung  und Verteidi-
       gung von Forschungsergebnissen der marxistisch-leninistischen Im-
       perialismusforschung der  DDR. Sein Vorsitzender ist der Direktor
       des IPW, Prof. Dr. Max Schmidt.
       Das IPW wird von einem Direktor geleitet. Stellvertretende Direk-
       toren sind  Prof. Dr.  Lutz Maier  (Ökonom) und  Prof. Dr.  Heinz
       Gambke (Historiker).
       Für die wissenschaftliche Beratung der Forschungs- und Informati-
       onsarbeit und  ihrer Ergebnisse  besteht am  Institut ein wissen-
       schaftlicher Rat,  dem leitende  und profilierte  Wissenschaftler
       angehören. Dieser  Rat ist  auch für  die Wahrnehmung des dem IPW
       verliehenen Promotionsrechtes  zuständig. Verteidigungen von Dis-
       sertationen erfolgen vor Promotionsräten, die aus den Mitgliedern
       des wissenschaftlichen Rates gebildet werden. Als kollektives Be-
       ratungsorgan für die Aufgaben der laufenden Institutsarbeit steht
       dem Direktor ein Kollegium zur Seite.
       Das IPW arbeitet auf der Grundlage des Zentralen Forschungsplanes
       der  marxistisch-leninistischen  Gesellschaftswissenschaften  der
       DDR. Es stellt für seine Forschungs- und Publikationsarbeit einen
       fünfjährigen Perspektivplan  auf, der  in Jahresplänen präzisiert
       wird. An  der Erarbeitung  der Forschungsplanung nehmen alle Kol-
       lektive  der  Forschungsund  Informationsbereiche  des  Instituts
       teil. Das  Institut orientiert  sich in  seiner Planung und ihrer
       Realisierung auf  eine sorgfältige empirische Forschung und davon
       getragene Arbeitsergebnisse mit hohem theoretischen Niveau, ideo-
       logischer  Streitbarkeit  und  starkem  praktischen  Nutzen.  Ein
       großer Teil  der Forschungsarbeit wird als interdisziplinäre For-
       schung von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und als Be-
       arbeitung komplexer Themenstellungen geleistet.
       Das IPW hat ca. 160 Mitarbeiter in wissenschaftlichen Forschungs-
       bereichen, die nach dem Prinzip von Forschungsabteilungen organi-
       siert sind.  Umfangreich ist  die bibliothekarische, informatori-
       sche und dokumentarische Tätigkeit des Instituts.
       
       Periodische Publikationen
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       Wie sieht  die Publikationstätigkeit  des Instituts aus? Die seit
       1972 vom Institut herausgegebene Monatszeitschrift "IPW-Berichte"
       hat sich  nicht nur  in der  DDR, sondern auch in den sozialisti-
       schen Bruderländern sowie im kapitalistischen Ausland einen guten
       Ruf erworben.  Sie veröffentlicht wesentliche Ergebnisse der wis-
       senschaftlichen Arbeit des Instituts und anderer Wissenschaftler.
       Es sind  vor allem  Beiträge zu den Beziehungen zwischen soziali-
       stischen und  kapitalistischen Ländern, zu Fragen der friedlichen
       Koexistenz von  Staaten  unterschiedlicher  Gesellschaftsordnung,
       zur Rüstung,  Rüstungsbegrenzung und  Abrüstung, zur  allgemeinen
       Krise des Kapitalismus, zu theoretischen Grundfragen der neuesten
       sozialen, ökonomischen und politischen Entwicklung in den führen-
       den kapitalistischen Industriestaaten, ihrer ökonomischen und po-
       litischen Beziehungen untereinander sowie zu Fragen der kapitali-
       stischen Weltwirtschaft.  Diese analytischen  Arbeiten werden er-
       gänzt durch  Beiträge zu  aktuellen ökonomischen, politischen und
       ideologischen Ereignissen,  durch  Dokumentationen,  Statistiken,
       Rezensionen von wichtigen wissenschaftlichen und politischen Ver-
       öffentlichungen in  sozialistischen und  kapitalistischen Staaten
       sowie durch  eine monatliche  Chronik bedeutender internationaler
       Ereignisse.
       Eine  wesentliche  Publikationsform  sind  die  vierteljährlichen
       "IPW-Forschungshefte". Sie  stellen faktisch  die kontinuierliche
       Schriftenreihe des IPW dar. In ihnen werden umfangreichere Ergeb-
       nisse der  Forschungstätigkeit des  Instituts und  der Mitglieder
       des Rates für Imperialismusforschung publiziert. Sie enthalten in
       monographischer Form oder als Sammelband wissenschaftliche Unter-
       suchungen zu Grundfragen der internationalen Entwicklung sowie zu
       ökonomischen, politischen und ideologischen Prozessen im heutigen
       Kapitalismus. Hier die bisherigen Titel:
       1972
       Heft 1: Arbeiterklasse - Konsumtion - Klassenkampf
       Heft 2: Monopolisierung im Einzelhandel der BRD
       Heft 3: Steuersystem - Steuerreform in der BRD
       Heft 4; Verbände des Finanzkapitals
       1973
       Heft 1: Internationale Konzerne - Monopolmacht - Klassenkampf
       Heft 2: Friedliche Koexistenz - ideologischer Kampf
       Heft 3: Lohnsysteme im Dienst verschärfter Ausbeutung
       Heft 4: BRD-Monopole auf Kurs zu internationalen Dimensionen
       1974
       Heft 1: Soziale Prozesse in der kapitalistischen Landwirtschaft
       Heft 2: Kapitalstruktur und -verwertung in der BRD-Industrie
       Heft 3: Grundlagen und Formen der Herrschaft des Finanzkapitals
       Heft 4: Position und Entwicklung der Ökonomie des
               BRD-Imperialismus
       1975
       Heft 1: Politisches Herrschaftssystem des BRD-Imperialismus
       Heft 2: Maoismus und Imperialismus
       Heft 3: Ökonomischer Strukturwandel und kapitalistische
               Widersprüche
       Heft 4: Internationale Konzerne in Entwicklungsländern
       1976
       Heft 1: USA, Westeuropa, Japan - imperialistische Zentren
               der Rivalität
       Heft 2: Krise der kapitalistischen Weltwirtschaft 1974/76
       Heft 3: Inflation - Ursache und Folgen im gegenwärtigen
               Kapitalismus
       Heft 4: Friedenskraft Sozialismus im Zerrspiegel des
               Antikommunismus
       1977
       Heft 1: Umweltprobleme und staatsmonopolistischer Kapitalismus
       Heft 2: Probleme der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Sozialismus
               und Kapitalismus
       Heft 3: 60 Jahre Roter Oktober - 60 Jahre Kampf um Frieden und
               die Rechte der Menschheit
       Heft 4: Die Wirtschaft kapitalistischer Länder in Zahlen
       1978
       Heft 1: Mittelschichten im gegenwärtigen Kapitalismus
       Heft 2: Energie- und Rohstoffprobleme im heutigen Kapitalismus
       Heft 3: Sozialökonomische Aspekte der Lebensweise der
               Arbeiterklasse im Kapitalismus
       Heft 4: Entwicklung und Probleme Westberlins in den 70er Jahren
       1979
       Heft 1: Gemeinsamkeiten und Widersprüche im Verhältnis BRD-USA
       Heft 2: Sozialreformismus Theorie - Politik - Widersprüche
       Heft 3: Politische Labilität des heutigen Kapitalismus
       Heft 4: Parteien im staatsmonopolistischen Herrschaftssystem
       
       Weitere Publikationen
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       Außer den  Forschungsheften sind seit Bildung des IPW über 30 Mo-
       nographien und Sammelbände erschienen. Dazu gehören solche größe-
       ren Arbeiten wie
       - "Sicherheit und friedliche Zusammenarbeit in Europa" (1973)
       - "Militär-Industrie-Komplex  im   staatsmonopolistischen   Herr-
       schaftssystem" (1974)
       - "Kreuzzug gegen Koexistenz" (1975)
       - "Allgemeine Krise des Kapitalismus" (1976)
       - "Arbeiterklasse im Kapitalismus" (1976)
       - "Friedliche Koexistenz in Europa" (1977)
       - "Dokumente zur Abrüstung" (1978)
       - "Internationale Monopole" (1978)
       - "Weltproblem Abrüstung" (1979)
       - "Westeuropa in der heutigen Welt" (1979)
       Das IPW  hat es  sich auch zur Aufgabe gemacht, bedeutende marxi-
       stische Werke  der Imperialismusanalyse  aus anderen Ländern her-
       auszugeben. Dazu  zählen u.a. die Arbeit von Gus Hall "Der ameri-
       kanische Imperialismus  in der Welt von heute" und das bedeutende
       Werk des  IMEMO in Moskau "Politische Ökonomie des heutigen Mono-
       polkapitalismus".
       
       Wissenschaftliches Leben und Auslandskontakte
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       Im wissenschaftlichen  Leben des  Instituts  nehmen  Konferenzen,
       Symposien, Kolloquien  und Rundtisch-Gespräche  einen bedeutenden
       Platz ein.  Hier reicht  der Kreis von repräsentativen Veranstal-
       tungen und internationalen Konferenzen bis zu den Institutskollo-
       quien und  Redaktionsgesprächen, deren  Ergebnisse in den IPW-Be-
       richten regelmäßig  veröffentlicht werden. Die Teilnahme von IPW-
       Wissenschaftlern an  Konferenzen u.ä.  Veranstaltungen im In- und
       Ausland gehört  zu ihren generellen wissenschaftlichen Verpflich-
       tungen.
       Von Beginn  an hat  das IPW  großen Wert auf die Herstellung bzw.
       den Ausbau  fruchtbarer internationaler wissenschaftlicher Zusam-
       menarbeit gelegt.  Einen zentralen Platz nimmt dabei seine Mitar-
       beit in  der Multilateralen  Problemkommission  "Erforschung  des
       heutigen Kapitalismus"  der Akademien der Wissenschaften soziali-
       stischer Länder  ein. Das  IPW nimmt hier im Auftrag der Akademie
       der Wissenschaften  der DDR  die koordinierende Funktion wahr und
       stellt den  Vorsitzenden (Prof.  Dr. Lutz Maier) und Sekretär der
       Kommission (Dr. Eduard Ullmann). Es arbeitet mit in der Ständigen
       Kommission der  Forschungseinrichtungen sozialistischer Länder zu
       Fragen der europäischen Sicherheit und Zusammenarbeit.
       Enge und  freundschaftliche wissenschaftliche  Arbeitsbeziehungen
       bestehen zum  Institut für  Weltwirtschaft und internationale Be-
       ziehungen der  Akademie der  Wissenschaften der  UdSSR in  Moskau
       (IMEMO), zum USA- und Kanada-Institut sowie zum Institut für wis-
       senschaftliche Information  (INION) der  gleichen  Akademie.  Die
       Fruchtbarkeit dieser  Beziehungen zeigt  sich in  einer Reihe ge-
       meinsamer Forschungsergebnisse  und Publikationen,  wie z.B.  dem
       erwähnten Buch über Westeuropa. Auch mit analogen wissenschaftli-
       chen Instituten der anderen sozialistischen Länder bestehen stän-
       dige und regelmäßige Beziehungen wissenschaftlichen Austausches.
       Das IPW  ist Kollektivmitglied  des Internationalen Instituts für
       den Frieden in Wien.
       Dazu kommen  vielfältige Beziehungen  zu marxistischen Instituten
       in kapitalistischen  Ländern, unter ihnen das Institut für Marxi-
       stische Studien  und Forschungen  in Frankfurt/Main.  Auch in der
       ständigen Konferenz  der Direktoren  und Repräsentanten  europäi-
       scher Institute  für internationale Fragen arbeitet das IPW aktiv
       mit.
       Nicht zuletzt  zeigt sich  das u.a.  in der Tatsache, daß das IPW
       und das  Institut für  Internationale Beziehungen in Potsdam 1976
       Gastgeber dieser  Konferenz waren. Die Breite der internationalen
       Tätigkeit des  IPW widerspiegelt  sich in  der Mitarbeit  in ver-
       schiedenen UNO-Gremien,  auf zahlreichen  Weltkonferenzen und in-
       ternationalen Veranstaltungen in vielen Ländern der Erde sowie in
       den wissenschaftlichen  Kontakten  und  Austauschbeziehungen  mit
       zahlreichen Forschungseinrichtungen westlicher Länder.
       
       Bibliothek
       ----------
       
       Materialbasis der  wissenschaftlichen und informatorischen Arbeit
       des Instituts  und des Rates für Imperialismusforschung sind eine
       umfangreiche wissenschaftliche  Bibliothek mit  weit über 200 000
       Bänden und  ein umfangreiches Zeitungsarchiv, in denen zahlreiche
       Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Sammelschwerpunkte der Präsenz-
       bibliothek des  IPW sind  deutschsprachige und in den wichtigsten
       Fremdsprachen erscheinende  Titel über  ausgewählte Probleme  der
       internationalen Politik  und Wirtschaft.  Es erfolgt eine umfang-
       reiche Zusammenarbeit  im Rahmen des Gesellschaftswissenschaftli-
       chen Informations-  und Dokumentationssystems (GID) der DDR sowie
       im internationalen  Maßstab im Internationalen System der gesell-
       schaftswissenschaftlichen Information  (ISGI). Darüber hinaus be-
       stehen zahlreiche bilaterale Beziehungen auch auf internationaler
       Ebene.
       
       2. Zu Hauptrichtungen der gegenwärtigen Arbeit
       ----------------------------------------------
       und ihren Ergebnissen
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       Entsprechend seiner Grundausrichtung arbeitet das IPW gegenwärtig
       vor allem an folgenden Fragenkomplexen:
       - Fragen des  Kampfes um  die Sicherung des Friedens, die weitere
       Durchsetzung und  Materialisierung der  Entspannungspolitik; Pro-
       bleme der Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa;
       - Ursachen und  Wirkungen des  Wettrüstens; Aufgaben und Probleme
       im Ringen um Rüstungsbegrenzung und Abrüstung;
       - die Entwicklung  der allgemeinen  Krise des Kapitalismus in der
       Gegenwart, die  Verschärfung seiner  Widersprüche und  die zuneh-
       mende Labilität des staatsmonopolistischen Kapitalismus;
       - die weitere  Internationalisierung des Kapitals; Krisenprozesse
       und neue  Tendenzen in  der kapitalistischen Weltwirtschaft sowie
       Probleme des  Kampfes um  die Neugestaltung  der  internationalen
       Wirtschaftsbeziehungen;
       - Fragen der sozialpolitischen Krise, der Lage und Kampfbedingun-
       gen der  Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen unter den Be-
       dingungen der Verschärfung der allgemeinen Krise;
       - Fragen des ideologischen Kampfes zwischen Sozialismus und Impe-
       rialismus.
       Zu all diesen Schwerpunkten hat das IPW in den letzten Jahren Er-
       gebnisse und  Publikationen  vorgelegt.  Selbstverständlich  kann
       hier nur ein gewisser Überblick über einige wichtige Fragen gege-
       ben werden.
       Zu den Forschungskomplexen Entspannung und Abrüstung kann auf die
       bereits genannten  Bücher u.a.  Arbeiten  verwiesen  werden.  Mit
       "Weltproblem Abrüstung"  wird z.B. eine erste komplexe Behandlung
       dieser Schlüsselfrage der internationalen Auseinandersetzung vor-
       gelegt. Hier  und in  verschiedenen anderen Arbeiten wird nachge-
       wiesen, daß  wirksame Schritte  zur Rüstungsbegrenzung  und Abrü-
       stung dank des internationalen Kräfteverhältnisses auch bei Fort-
       bestehen des  Imperialismus in  einem Teil  der Welt  möglich und
       notwendig sind.  Die ökonomische, soziale und politische Erschei-
       nung des  Wettrüstens wird als ein historisch im Kapitalismus ge-
       wachsenes, dem  imperialistischen System  wesenseigenes  Phänomen
       nachgewiesen, das besonders von den Kräften des militärisch-indu-
       striellen Komplexes vorangetrieben wird. Die Arbeit deckt die im-
       perialistische Klassennatur  des Wettrüstens  auf und weist nach,
       daß vom  realen Sozialismus  objektiv keine Impulse ausgehen, die
       das Wettrüsten stimulieren. Es erfolgt eine substantielle Analyse
       und Auseinandersetzung  mit westlichen Konzepten der Rüstungskon-
       trolle. Vorgelegt  wird eine  theoretisch fundierte und empirisch
       untermauerte Auseinandersetzung  mit bürgerlichen Argumenten über
       die ökonomische  und soziale  Notwendigkeit der  Rüstung. Es wird
       nachgewiesen, daß die Hochrüstung in den kapitalistischen Ländern
       der Wirtschaft  nicht nur  wichtige Ressourcen  entzieht, sondern
       zur Deformation  des Reproduktionsprozesses  führt und als Faktor
       der Verschärfung der allgemeinen Krise des Kapitalismus wirkt.
       Eine systematische Forschungsarbeit wurde in den vergangenen Jah-
       ren hinsichtlich der  W i r t s c h a f t s b e z i e h u n g e n
       z w i s c h e n   s o z i a l i s t i s c h e n   u n d  k a p i-
       t a l i s t i s c h e n   L ä n d e r n   geleistet. Dabei wurden
       insbesondere die  ökonomischen  und  politischen  Grundlagen  der
       wirtschaftlichen  Zusammenarbeit  zwischen  Sozialismus  und  Ka-
       pitalismus, die  Motivationen und Triebkräfte für die Entwicklung
       dieser Beziehungen  in den kapitalistischen Industrieländern, die
       generellen Entwicklungstendenzen  und Probleme  der  ökonomischen
       Zusammenarbeit zwischen  Ländern  mit  unterschiedlicher  Gesell-
       schaftsordung und die wichtigsten bisherigen Formen dieser Zusam-
       menarbeit herausgearbeitet  und zugleich Voraussetzungen für wei-
       tere Forschungen  auf diesem Gebiet geschaffen. Die Publikationen
       des IPW  auf diesem  Gebiet (Forschungshefte,  Symposien)  fanden
       starke internationale Beachtung.
       Vertiefte Forschungsergebnisse  wurden in mehreren Forschungshef-
       ten u.a.  Publikationen hinsichtlich der konkreten Ausprägung des
       i d e o l o g i s c h e n   K a m p f e s   z w i s c h e n  S o-
       z i a l i s m u s   u n d   I m p e r i a l i s m u s   u n t e r
       d e n   B e d i n g u n g e n   d e s   F o r t s c h r e i t e m
       d e s    r e v o l u t i o n ä r e n    W e l t p r o z e s s e s
       u n d   d e s   e r f o l g r e i c h e n    K a m p f e s    u m
       d i e   R e a l i s i e r u n g    d e r    f r i e d l i c h e n
       K o e x i s t e n z   zwischen Staaten  unterschiedlicher Gesell-
       schaftsordnung vorgelegt. Die Forschungsarbeit trug dazu bei, die
       Ursachen qualitativer und quantitativer Zunahme des ideologischen
       Kampfes zu  klären; ideologische  Fragen des Kampfes um die Mate-
       rialisierung  der  Entspannung  auf  politischem,  militärischem,
       wirtschaftlichem und  geistig-kulturellem Gebiet  zu beantworten;
       die psychologische  Kriegführung  des  Imperialismus,  vor  allem
       seine Konzeption  "friedlicher ideologischer Einmischung" zu ent-
       larven.
       In den Untersuchungen zum Komplex der allgemeinen Krise des Kapi-
       talismus wurde  vor allem den Triebkräften und Erscheinungsformen
       in der Gegenwart besondere Bedeutung zugemessen. Hier ist auf das
       Buch zum  gleichen Thema zu verweisen, das unter Leitung von Lutz
       Mater und  Horst Heininger erarbeitet wurde. Ausgehend davon wur-
       den und werden die mittelfristigen Expansionsbedingungen des heu-
       tigen Imperialismus  in verschiedenen  Arbeiten weiter erforscht.
       Kernpunkte stellen  dabei die  Verflechtung von vertiefter allge-
       meiner Krise  und zyklischer  Entwicklung sowie  die ökonomischen
       und sozialen Wirkungen des kapitalistisch genutzten wissenschaft-
       lich-technischen Fortschritts dar. Insbesondere im Forschungsheft
       2/1976 und  in den  IPW-Berichten 9/1978 wurden der Charakter der
       Krise 1974/75 als einer zyklischen Überproduktionskrise der kapi-
       talistischen Weltwirtschaft, die sich eng mit längerfristig wirk-
       samen ökonomischen  Widersprüchen  und  Krisenprozessen  verband,
       aufgedeckt. Die  Rolle dieser Krise als Einschnitt in der kapita-
       listischen Wirtschaftsentwicklung  und Widerspiegelung der verän-
       derten  längerfristigen   Reproduktionsbedingungen  des  Kapitals
       wurde von  Wissenschaftlern des IPW in verschiedenen Veröffentli-
       chungen behandelt.  Gegenwärtig ist  eine größere  Monographie zu
       "Krisenprozessen in der kapitalistische Weltwirtschaft" in Vorbe-
       reitung, die  sich vor  allem auch  mit der bedeutsamen Frage der
       Krise der kapitalistischen internationalen Arbeitsteilung befaßt.
       In diesem  Zusammenhang müssen  auch die jährlichen "Wirtschafts-
       berichte" über die Entwicklung imperialistischer Hauptländer (je-
       weils in  Heft 8  der "IPW-Berichte") erwähnt werden. Sie stellen
       einen Beitrag  zur marxistischen  Krisenanalyse und Krisentheorie
       dar.
       Interessante Erkenntnisfortschritte  wurden bei  der  Erforschung
       wichtiger Bereiche  der veränderten  kapitalistischen  R e p r o-
       d u k t i o n s b e d i n g u n g e n    erreicht.  Das  betrifft
       eine zusammenfassende marxistische Darstellung der Umweltprobleme
       im heutigen  Kapitalismus, in  der die  Wirkungen  der  antagoni-
       stischen Widersprüche  zwischen Arbeits- und Verwertungsprozeß in
       ihrer Auswirkung  auf das  ökologische  Gleichgewicht  aufgedeckt
       wurden. Auch die kapitalistische Energie- und Rohstoffkrise wurde
       in  vielfältiger   Hinsicht  untersucht.   Die   hier   erzielten
       Erkenntnisse sagen  aus, daß  es  sich  um  eine  längerfristige,
       tiefgreifende Strukturkrise handelt, die zu wesentlichen Verände-
       rungen sowohl  im Reproduktionsprozeß  des individuellen als auch
       des gesellschaftlichen  Gesamtkapitals führt  (vergl. Forschungs-
       hefte 1/77  und 2/78). Auch die Inflations- und Währungsproblema-
       tik als  ein Kernproblem der Vertiefung der allgemeinen Krise des
       Kapitalismus wurde  in einem  Forschungsheft untersucht.  Mehrere
       Arbeiten charakterisierten  auch die  Krise der bisherigen Formen
       staatsmonopolistischer Regulierung.
       Im Rahmen  der Forschung  zur allgemeinen  Krise des Kapitalismus
       gelang es  auch, Fortschritte bei der  A n a l y s e  s e i n e r
       p o l i t i s c h e n   L a b i l i t ä t   zu machen.  Als  For-
       schungsheft 3/79 erscheinen Untersuchungen über Faktoren, Wesens-
       züge und  Erscheinungsformen der  politischen Labilität.  Sie ist
       heute zu einer permanenten Erscheinung geworden, die - bei unter-
       schiedlicher Ausprägung  - alle Länder des staatsmonopolistischen
       Kapitalismus erfaßt. Sie muß als konzentrierter Ausdruck der all-
       gemeinen Krise  des Kapitalismus, als Ergebnis der Vertiefung des
       Grundwiderspruchs des  Kapitalismus und  der wachsenden Ausstrah-
       lungskraft des  realen Sozialismus  auf alle innenpolitischen und
       gesellschaftlichen Prozesse in der kapitalistischen Welt gewertet
       werden. Es  wird nachgewiesen,  daß die politische Labilität aufs
       engste  mit  ökonomischen  Krisenprozessen  verbunden  ist,  aber
       gleichzeitig relativ  eigenständige Ursachen im Bereich des poli-
       tischen Überbaus besitzt. Sie ist vielgestaltig mit der Krise der
       bürgerlichen Demokratie und des bürgerlichen Parteiensystems ver-
       knüpft und  widerspiegelt die  sinkenden Fähigkeiten des staatli-
       chen Machtmechanismus und des politischen Herrschaftssystems ins-
       gesamt, der inneren und äußeren Probleme Herr zu werden.
       Verschiedene Arbeiten  hat das  IPW zur    k a p i t a l i s t i-
       s c h e n   A u s b e u t u n g   der  Arbeiterklasse  unter  dem
       Einfluß der Verschärfung der allgemeinen Krise sowie zur Lage der
       Arbeiterklasse und der Mittelschichten vorgelegt. Sie untersuchen
       in  Auseinandersetzung   mit   apologetischen   Fälschungen   die
       wesentlichsten neuen  Fragen des staatsmonopolistisch organisier-
       ten Ausbeutungsprozesses  in den  Hochburgen  des  Kapitals,  vor
       allem unter  den Bedingungen  der Wirkung  des  wissenschaftlich-
       technischen Fortschritts  und der Einbeziehung neuer Schichten in
       die Ausbeutung.
       Bedeutung hat  in diesem Zusammenhang auch eine erste Antwort auf
       die bisher in der marxistisch-leninistischen Literatur noch nicht
       umfassend aufgegriffene  Frage nach  dem sozialen Inhalt und Cha-
       rakter  der    L e b e n s w e i s e    d e r    A r b e i t e r-
       k l a s s e   im Kapitalismus.  Dabei wird nachgewiesen, daß sich
       der Klassencharakter der Lebensweise der Arbeiterklasse aus ihrem
       sozialen Wesen  als ausgebeutete Klasse, gesellschaftliche Haupt-
       produktivkraft und  revolutionäre Hauptkraft  ergibt (Forschungs-
       heft 3/78).
       In den  letzten drei  Jahren wurden  weitere Fortschritte bei der
       A n a l y s e       d e r      I n t e r n a t i o n a l i s i e-
       r u n g s p r o z e s s e   d e s   K a p i t a l s   u n d  i h-
       r e r   F o l g e n   gemacht. Zu  nennen ist  hier vor allem die
       Ausarbeitung einer  Monographie zur  R o l l e  d e r  i n t e r-
       n a t i o n a l e n   M o n op o l e   in Gemeinschaftsarbeit von
       Wissenschaftlern der  UdSSR, der DDR, der CSSR, der VR Polen, der
       VR Bulgarien  und der  VR Ungarn,  die vom IPW 1978 herausgegeben
       wurde. Zur  Definition der  internationalen Monopole  wurde  eine
       wissenschaftliche Argumentation geliefert, in der die transnatio-
       nalen Monopole,  d. h. von den Monopolisten eines Landes kontrol-
       lierte und ihre Expansion über die nationalen Grenzen hinaustrei-
       bende Monopole,  als Haupttyp gekennzeichnet werden. Die multina-
       tionalen Monopole als zweite Form werden dadurch charakterisiert,
       daß sie  von den  Monopolen mehrerer  Länder kontrolliert werden.
       Den Oberbegriff bildet der Terminus "internationale Monopole".
       Bei der  Untersuchung der  Rolle der  internationalen Monopole in
       den internationalen  Wirtschaftsbeziehungen des Kapitalismus wur-
       den die  Erkenntnisse vom Zusammenhang zwischen wachsender inter-
       nationaler Monopolisierung und Wirkungsweise des Gesetzes der Un-
       gleichmäßigkeit der  Entwicklung der kapitalistischen Länder, zur
       Herausbildung eines  Dualismus in  der Struktur  der kapitalisti-
       schen Weltwirtschaft  als Ergebnis  des großen  ökonomischen  Ge-
       wichts der internationalen Monopole und zur Wirkung der Expansion
       der internationalen  Monopole auf  die Labilität des kapitalisti-
       schen Weltwirtschaftssystems  (Währungskrise, Handelskrieg  u.a.)
       erweitert und vertieft.
       Von theoretischer  und praktischer Bedeutung ist die in den letz-
       ten  Jahren   forcierte  Forschungsarbeit  über  die  Entwicklung
       W e s t e u r o p a s  als eines Zentrums imperialistischer Riva-
       lität. Das  kürzlich vorgelegte Gemeinschaftswerk des IPW und des
       IMEMO ("Westeuropa  in der  heutigen Welt")  deutet die  hier vor
       sich gehenden  Entwicklungen zu  einer eigenständigen  Region der
       internationalen politischen und ökonomischen Beziehungen (auf der
       Basis objektiver Bedingungen der Nachkriegsentwicklung) als einen
       sehr langfristigen  und äußerst widersprüchlichen Prozeß. Weitere
       Aussagen belegen, daß die Begriffe Zentrenbildung und westeuropä-
       ische Integration nicht einfach identisch sind. Die Integrations-
       prozesse bilden  die entscheidende  Triebkraft, den Kern der Zen-
       trenbildung. Die  Herausbildung eines  Zentrums erfaßt jedoch die
       gesamte Region,  und zwar  in abgestuften Formen (EWG, EFTA, ver-
       schiedene Mittelmeerländer,  Nordeuropa). Dabei werden die Bezie-
       hungen zwischen  diesen verschiedenen Zonen enger, und die Formen
       der Integration  und  der  westeuropäischen  Zusammenarbeit  sind
       selbst auch Veränderungen unterworfen.
       Die Entwicklung zu einem Zentrum (und vor allem ihr Kern, die In-
       tegration) stellt einen komplexen Prozeß dar, der die ökonomische
       wie auch  die soziale Sphäre, die außen- und innenpolitische Ent-
       wicklung sowie den militärischen Bereich umfaßt. Dabei entwickeln
       sich diese  Ebenen nicht  gleichmäßig, stehen  aber längerfristig
       betrachtet in  einem objektiven  Wechselwirkungs-  und  Abhängig-
       keitsverhältnis zueinander.  Die Entwicklung Westeuropas zu einem
       imperialistischen Zentrum und vor allem die scharfen Widersprüche
       der westeuropäischen  Integration beeinflussen  in den  siebziger
       Jahren immer  stärker die  innenpolitischen  Auseinandersetzungen
       und die  Bedingungen des  Klassenkampfes in  den westeuropäischen
       Ländern. Besonders  beschleunigt sich der Prozeß der Westeuropäi-
       sierung der politischen Parteien, und es bildet sich eine westeu-
       ropäische Ebene  der parlamentarischen  Auseinandersetzungen her-
       aus. Obwohl  diese Probleme im Klassenkampf eine zunehmende Rolle
       spielen und  in der  Strategie und Taktik stärker in Rechnung ge-
       stellt werden  müssen, sind die Bedingungen des Klassenkampfes in
       den verschiedenen westeuropäischen Ländern außerordentlich unter-
       schiedlich, und  der nationale Kampfboden stellt heute und in der
       näheren Zukunft nach wie vor das Hauptfeld der Auseinandersetzun-
       gen zwischen der Arbeiterklasse und der Monopolbourgeoisie dar.
       Das IPW beteiligt sich an der Untersuchung der komplizierten Fra-
       gen, die mit der  H e r a u s b i l d u n g  e i n e r  n e u e n
       i n t e r n a t i o n a l e n        W i r t s c h a f t s o r d-
       n u n g   zusammenhängen. Unbestritten  geht es  hier um ein kom-
       plexes und  globales Problem,  das  ökonomische,  politische  und
       ideologische Aspekte  der  heutigen  internationalen  Beziehungen
       umfaßt, indem  die politischen  Schlüsselfragen  unserer  Zeit  -
       Entspannung und  Abrüstung -  sich sehr  eng mit  den Fragen  der
       ökonomischen Entwicklung  verbinden. Die  Forschungen  haben  auf
       diesem Gebiet  erst begonnen.  Erste Ergebnisse  sind in den IPW-
       Berichten veröffentlicht. Dieser Schwerpunkt wird aber die Arbeit
       des IPW noch über einen langen Zeitraum begleiten.
       Zum Abschluß  soll noch auf den Anteil des IPW an der Lehrbuchar-
       beit zur  Politischen Ökonomie  des Kapitalismus hingewiesen wer-
       den. Nach der - Einführung in die Politische Ökonomie des Kapita-
       lismus", die  zusammen mit  der Parteihochschule  "Karl Marx" und
       der Akademie für Gesellschaftswissenschaften herausgegeben wurde,
       sind in den zurückliegenden Jahren unter der verdienstvollen Lei-
       tung von  Prof. Dr.  Alfred Lemmnitz  22 Lehrhefte erschienen, an
       denen zahlreiche Wirtschaftswissenschaftler der DDR beteiligt wa-
       ren. Nunmehr befindet sich ein grundlegendes Lehrbuch zur Politi-
       schen Ökonomie des Kapitalismus in der Verlagsfertigung.
       Wollte man  eine die  Gesamtheit dieser vielfältigen Forschungs-,
       Informations- und  Publikationsfelder des  IPW erfassende Aussage
       vornehmen, so kann man sagen: Sein Hauptanliegen ist die schöpfe-
       rische Anwendung  der Leninschen  Imperialismustheorie zur Beant-
       wortung neuer  und grundlegender  Fragen, die für die Politik der
       sozialistischen Staaten,  die internationale  Arbeiterklasse  und
       alle antiimperialistischen Kräfte von Bedeutung sind.
       

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