Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 09/1985


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       BRD 2000 - BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG, WIRTSCHAFTSWACHSTUM,
       ========================================================
       ARBEITSLOSIGKEIT. AUS VORLIEGENDEN SZENARIEN UND PROGNOSEN
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       Klaus Dieckhoff
       
       1. Die  Bevölkerungszahl wird  geringer  -  2.  Geringeres  Wirt-
       schaftswachstum - weniger Erwerbsmöglichkeiten
       
       Bei der  gesellschaftlichen Entwicklungsvorausschau  gilt es zwi-
       schen Perspektiven  zu unterscheiden,  die sich relativ gesichert
       voraussagen lassen,  weil die  Faktoren der  Entwicklung bekannt,
       verhältnismäßig stabil  und daher  in ihrer  weiteren Entwicklung
       gut abschätzbar  sind, und  solchen, die  mehr oder  weniger gute
       phantasievolle Entwürfe  der gesellschaftlichen Zukunft sind, die
       ohne allzu detaillierte Angaben von Entwicklungsfaktoren Zustände
       skizzieren, die  sich ergeben  könnten, wenn  in der Gegenwart zu
       beobachtende politische,  soziale, ökonomische und technische Ge-
       gebenheiten (linear) in die Zukunft extrapoliert werden. 1)
       Bevölkerungs-, Erwerbstätigen-  und natürliche Ressourcenentwick-
       lung lassen  sich verhältnismäßig  gut vorhersagen. Ihre Einfluß-
       faktoren sind bekannt und können in ihrer Entwicklung abgeschätzt
       werden. Diejenigen  leben heute schon, die für Umfang und Gliede-
       rung der  Bevölkerung der BRD im Jahre 2000 und später von Bedeu-
       tung sind.  Ihre Absterbefolge und ihr generatives Verhalten kön-
       nen mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. "Harte Aus-
       sagen" lassen  sich ebenfalls  zur voraussichtlichen  Entwicklung
       von natürlichen  Ressourcen, wie  z.B. Wasser,  Kohle,  Holz  und
       Erdöl treffen.
       Aus dem  Reiche der  Phantasie stammen  oft Prognosen der gesell-
       schaftlichen Entwicklung,  die auf  der Verlängerung  technischer
       Trends in  die Zukunft  basieren. Sie sind Visionen von technisch
       Möglichem, die  für viele eine Faszination besitzen, aber gesell-
       schaftliche Zusammenhänge  der Durchsetzung  technischer Entwick-
       lungen sehr  oft vernachlässigen.  Ohne diese Zusammenhänge näher
       zu bedenken, träumten die Futuristen etwa in den frühen 60er Jah-
       ren, getragen  von Technik-  und ökonomischer  Wachstumseuphorie,
       von einer  Gesellschaft mit atomgetriebenen Automobilen und Flug-
       zeugen, einer  total elektrifizierten Energieversorgung und ande-
       ren aus  heutiger Sicht  als wirklichkeitsfremd  und naiv  zu be-
       trachtenden Dingen (5/19).
       Auch heute  werden wieder, von technischen Trends ausgehend, die-
       ses Mal von den Möglichkeiten der Mikroelektronik, zukünftige ge-
       sellschaftliche Entwicklungszustände  umrissen,  ohne  dabei  so-
       ziale, wirtschaftliche und politische Faktoren hinreichend zu be-
       achten. Es werden z.B. menschenleere Fabrikhallen, automatisierte
       Büros, elektronische  Dörfer, durch und durch digitalisierte men-
       schliche Kommunikationsformen  u.a.m. prognostiziert, ohne zu be-
       rücksichtigen, daß schon heute soziale, wirtschaftliche und poli-
       tische Faktoren  darauf hindeuten,  daß die  Entwicklung nicht so
       eindimensional verläuft, wie sie vorhergesagt wird. Diese Art von
       Prognosen suggeriert,  daß die  Technik- und  damit in bestimmtem
       Grade auch die Gesellschaftsentwicklung ein "Selbstläufer" ist.
       Weder die allgemeine gesellschaftliche, noch die wirtschaftliche,
       die technische oder eine andere für sich betrachtete Bereichsent-
       wicklung geht  gleichsam selbstlaufend  vonstatten. Ihnen  liegen
       verschiedende Faktoren  zugrunde, die in einem komplexen Geflecht
       miteinander verbunden  sind. Für  den Entwurf von zukünftigen ge-
       sellschaftlichen Entwicklungszuständen  müssen die  dafür hinrei-
       chenden und  notwendigen Faktoren  bestimmt und nach ihrer Bedeu-
       tung qualifiziert werden. Sind diese bekannt, so können wirklich-
       keitsnahe Zukunftsvorstellungen entworfen werden.
       Die Blicke  in die  Zukunft der  BRD-Gesellschaft werden  auf das
       Jahr 2000  und die  Zeit danach  gerichtet. Welche charakteristi-
       schen Merkmale wird die Gesellschaft der Bundesrepublik zu diesem
       Zeitpunkt haben?  Wieviele Menschen  werden in ihr leben, wie, wo
       und unter  welchen Bedingungen werden sie arbeiten? Wie gestalten
       sich ihre übrigen Lebensbedingungen, berücksichtigt man gegenwär-
       tige Entwicklungen  wie z.  B. niedrige  Geburtenziffern, längere
       Lebenswahrscheinlichkeiten, hohe Arbeitslosigkeit, rasanten tech-
       nischorganisatorischen Wandel  u.a.m. Es ist nicht das Jahr 2000,
       das zu  einer neuen  Konjunktur von Zukunftsvisionen geführt hat,
       vielmehr dürften  es die Probleme der gegenwärtigen gesellschaft-
       lichen Entwicklungslage sein, die Fragen nach dem zukünftigen Zu-
       stand unserer  Gesellschaft aufwerfen  und von deren Beantwortung
       Hinweise auf  notwendige politische  Maßnahmen zur Gestaltung der
       Zukunft erhofft  werden. Im  folgenden sollen  einige Haupttrends
       der Bevölkerungs-  und Wirtschaftsentwicklung  aufgezeigt werden.
       Die Ausführungen basieren auf vom Verfasser als besonders berück-
       sichtigenswert betrachteten  Vorausschätzungen, deren  Grundlagen
       relativ breit und gut nachvollziehbar vorgestellt werden.
       
       1. Die Bevölkerungszahl wird geringer
       -------------------------------------
       
       Ein Blick  auf die  zu erwartende  Bevölkerungszahl im Jahre 2000
       und danach  zeigt, daß der Umfang der Wohnbevölkerung der BRD ab-
       nehmen wird. Das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in West-
       berlin errechnet  für das  Jahr 2000  eine BRD-Wohnbevölkerung im
       Intervall von 59,1 bis 62,4 Millionen (2/269). Im Vergleich dazu:
       Die Bevölkerung  betrug im  Jahre 1983  61,4  Millionen  Personen
       (6/52).
       30 Jahre  später wird die Bevölkerungszahl noch weiter abgesunken
       sein. Sie  soll dann  eine Größe zwischen 48,6 bis 58,3 Millionen
       haben.
       
       Tabelle 1:
       Intervalle für  die Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik
       Deutschland von 1980 bis 2000 bzw. 2030 (in Mill.)
       
                           Intervalle für die Bevölkerungsentwicklung
                 Anfangs-  bis 2000              bis 2030
                 bestand   Unter-  Grund- Ober-  Unter-  Grund-  Ober-
                 am        grenze  vari-  grenze grenze  vari-   grenze
                 1.1.1980          ante 1)               ante 1)
       
       Deutsche    57,2     52,8    53,8   55,4   39,3    41,4    46,3
       Ausländer    4,3      6,3     6,6    7,0    9,3    10,3    12,0
       Insgesamt   61,4     59,1    60,5   62,4   48,6    51,6    58,3
       _____
       1) Als Grundvariante  wird diejenige Vorausberechnung bezeichnet,
       die sich bei Zugrundelegung der jeweils mittleren Annahmevariante
       für die  Geburtenziffern, die  Sterbeziffern und  die Wanderungen
       ergibt. (Quelle: 2/269)
       
       Wie aus  den Berechnungen  des DIW hervorgeht, ist der vorausseh-
       bare Rückgang  der Bevölkerungszahl  der BRD  allein auf die Ent-
       wicklung des  bundesdeutschen Bevölkerungskörpers zurückzuführen.
       Nach der  angegebenen Grundvariante wird die Zahl der Bundesdeut-
       schen im Jahre 2000 um dreieinhalb Millionen niedriger liegen als
       zum Beispiel Anfang des Jahres 1980.
       Um seine Bevölkerungsvorhersage nicht auf  e i n e r  Annahme ba-
       sieren zu  lassen, hat das DIW unterschiedliche Hypothesen zu den
       Einflußfaktoren der  weiteren Bevölkerungsentwicklung erarbeitet.
       Dadurch sind  die o.g.  Schätzintervalle entstanden, die die vor-
       ausberechnete Bevölkerungszahl  nicht strikt auf  e i n e n  Wert
       festlegen.
       Im Rahmen seines Berechnungsmodells geht das DIW hinsichtlich der
       Geburtenentwicklung allgemein  davon aus, daß die Geburtenziffern
       für die bundesdeutsche Bevölkerung (ohne Ausländer) weiterhin auf
       dem seit Anfang der 70er Jahre niedrigen Niveau verharren werden.
       Es wird  zwar altersspezifisch unterschiedliche Entwicklungen ge-
       ben (z.B.  Rückgang bei  den 15-24jährigen, Anstieg bei den 24-29
       und über  38jährigen sowie  Konstanz bei  den 29-38jährigen), die
       sich aber  gegenseitig kompensieren (2/265). Für die ausländische
       Bevölkerung wird  eine positive  Entwicklung der  Geburtenziffern
       erwartet.
       Während sich  die Geburtenziffern in den nächsten 15 Jahren nicht
       wesentlich verändern sollen, wird hingegen eine weitere Verringe-
       rung des  Sterberisikos unterstellt. Bis zum Jahre 2000 wird eine
       Verringerung der  Sterbeziffern um  durchschnittlich 15  v.H. für
       wahrscheinlich gehalten  (2/267). Mit  einer verringerten Sterbe-
       wahrscheinlichkeit rechnen  u. a. auch Mackensen und Jung; aller-
       dings sehen  sie lediglich  einen Rückgang um acht Prozent voraus
       (3/50). Die  Sterbeziffern für  die Ausländer  sollen für die bis
       10jährigen "beträchtlich  über, von  zehn Jahren  an beträchtlich
       unter den  Ziffern für  die Gesamtbevölkerung liegen" (2/267). Es
       wird vermutet,  daß die  älteren lebensbedrohlich  Erkrankten  in
       ihre Heimatländer  zurückkehren, hingegen schwerkranke Kinder bei
       ihren Eltern in der Bundesrepublik bleiben.
       Als dritter, die zukünftige Bevölkerungsentwicklung beeinflussen-
       der Faktor  wurde der zukünftige Wanderungsstrom vorausgeschätzt.
       Hier hat  das DIW für Ausländer und Deutsche jeweils drei Varian-
       ten des  Nettozuzugs errechnet, wobei Asylantenströme, politische
       Entscheidungen zum Zuzugsstopp ausländischer Erwerbspersonen, Fa-
       milienzusammenführung von  Ausländern  sowie  Einwanderungen  von
       Deutschstämmigen u. a. aus Osteuropa Berücksichtigung fanden. Die
       Größenordnung der  Vorausschätzungen kann  aus der  nachstehenden
       Übersicht (Tab. 2) entnommen werden.
       Die sinkenden Geburtenziffern werden nicht durch die Pille verur-
       sacht; es  sind die  allgemeinen gesellschaftlichen Umstände, die
       die jungen  Menschen in  ihrer individuellen  Lebensplanung  dazu
       führen, daß  sie sich lediglich für ein Kind, höchstens zwei ent-
       scheiden. Das  soll, so die Vorausschätzungen, auch in Zukunft so
       bleiben.
       Mackensen und  Jung (3/47)  sehen in der Entscheidung für weniger
       Kinder eine "ökonomisch-wohlstandsorientierte" Notwendigkeit. Au-
       ßerdem kann,  je weniger Kinder in der Lebensgemeinschaft vorhan-
       den sind,  desto mehr in die Qualität ihrer Erziehung und Ausbil-
       dung investiert werden. Die "Realität", folgern die genannten Au-
       toren, "verdeutlicht  uns doch jeden Tag aufs neue, wie problema-
       tisch es ist, dennoch viele Kinder zu haben: steigende Arbeitslo-
       sigkeit, Finanzprobleme, Wohnungsnot, Kriminalität, Alkoholismus,
       Drogenabhängigkeit und die rapide Zunahme an Krankheiten mit psy-
       chosozialen Ursachen als sichtbare Folgen, der zu unserem 'Wohle'
       gefällten Entscheidungen  lassen eher  weniger als  mehr Menschen
       ratsam erscheinen" (3/47).
       Die Bedeutung  der gesellschaftlichen  Umstände für die Entschei-
       dung für  mehr oder weniger Kinder zeigt sich auch im generativen
       Verhalten der  ausländischen Bevölkerung  der BRD. Es nähert sich
       nach deren längerem Aufenthalt in der BRD dem der bundesdeutschen
       Bevölkerung an  (vgl. Variante G-2 für Ausländer in der Übersicht
       2 sowie 3/48).
       Aus der  vorausgeschätzten  Bevölkerungsentwicklung  lassen  sich
       Fragen und  Annahmen nach bzw. über die Entwicklungstrends formu-
       lieren, die  in verschiedenen  Szenarien und  Prognosen mehr oder
       weniger realistisch behandelt werden, die aber hier von ihren Er-
       gebnissen nicht  alle aufgeführt werden können. Einige der Fragen
       und Annahmen  sollen nachfolgend kurz angesprochen werden, um mit
       ihnen zu  demonstrieren, welche  gesellschaftlichen Entwicklungs-
       probleme für die BRD der Bevölkerungsrückgang aufwirft.
       Eine sinkende Bevölkerungszahl bedeutet, vom Binnenmarkt betrach-
       tet, eine  sinkende Zahl  von Nachfragern nach Gütern und Dienst-
       leistungen. Davon  werden zunächst  die  Wirtschaftsinstitutionen
       betroffen werden,  die direkt  mit der privaten Konsumtionssphäre
       verknüpft sind  (Verbrauchsgüterhersteller, private und öffentli-
       che Dienstleistungen). Von ihnen werden Wirkungen auf ihre Zulie-
       ferer ausgehen,  so daß schließlich der gesamte Wirtschaftssektor
       betroffen ist.  Zugleich werden  sich auch die Konsumentengruppen
       verschieben: Bei  niedrigen Geburten- und sinkenden Sterbeziffern
       verschiebt sich  der altersstrukturelle  Aufbau zugunsten höherer
       Altersgruppen, die  andere  Bedarfsorientierungen  aufweisen  als
       jüngere.
       
       Tabelle 2:
       Mögliche Annahmen über die Entwicklung der Sterbeziffern, der Ge-
       burtenziffern und der Wanderungen bei Deutschen und Ausländern
       
       Varianten  Deutsche                 Ausländer
       Ster-  S1     Sterbeziffern der Gesamtbevölkerung von 1977/79
       be-                             konstant
       zif-   S2  Sterbeziffrn für die     Sterbeziffrn für die auslän-
       fern       Gesamtbevölkerung von    dische Bevölkerung im Jahr
                  1977/79 verringern sich  1979 (geschätzt) bleiben
                  in 20 Jahren bei allen   konstant.
                  Altersjahren um 15 v.H.
                  (= 0,8 v.H. jährlich)
              S3  Wie vorstehend, aber     Wie vorstehend, aber Anpas-
                  Verringerung um 20 v.H.  sung der Ziffern bei den 0-10
                  statt 15 v.H. (= 1 v.H.  jährigen innerhalb von 20
                  jährlich                 Jahren an die Ziffern der Ge-
                                           samtbevölkerung von 1977/79
       Ge-    G1  Konstanz der Geburten-   Konstanz der Geburtenziffern
       bur-       ziffern der Deutschen    der Ausländer im Jahr 1979
       ten-       im Jahr 1979 (Nettore-   (Nettoreproduktionsrate =
       zif-       produktionsrate          0,941).
       fern       = 0,628).
              G2  Konstanz der Nettopro-   Rückgang der Nettoreproduk-
                  duktionsrate der Deut-   tionsrate der Ausländer von
                  schen (0,628) bei gene-  0,941 im Jahr 1979 auf 0,862
                  rationsspezifischer Än-  im Jahr 1990 bei generati-
                  derung der Geburtenzif-  onsspezifischer Änderung der
                  fern bis 1990:           Geburtenziffern bis 1990:
                  15-24jährige: Rückgang   15-19jährige: Konstanz
                  24-49jährige: Anstieg    19-45jährige: Rückgang
                  29-38jährige: Konstanz   über 45jähr.: Konstanz
                  über 38jähr.: Anstieg
              G3  Wie vorstehend, wobei    Wie vorstehend, wobei die ge-
                  die generationsspezi-    nerationsspezifischen Ände-
                  fischen Änderungen von   rungen von einer allgemeinen
                  einer Zunahme der Ge-    Zunahme der Geburtenziffern
                  burtenziffern in allen   überlagert werden (bis 2000)
                  Altersjahren überlagert  um 0,9 v.H. jährlich), so
                  werden (bis 2000 um 0,9  daß die Nettoreproduktions-
                  v.H. jährlich), so daß   rate von 0,941 im Jahr 1979
                  die Nettoreproduktions-  auf 1,031 im Jahr 2000
                  rate von 0,628 im Jahr   steigt.
                  1979 auf 0,745 im Jahr
                  2000 steigt.
       Wan-           Jährliche Zu- und Fortzüge und Wanderungssalden
       de-                        von 1990 bis 2029
       run-         Zu-   Fort- Saldo          Zu-    Fort-  Saldo
       gen          züge  züge                 züge   züge
                WK    Keine Wanderung             Keine Wanderung
                W20 70000 50000 20000      W40 459000 419000 40000
                W30 80000 50000 30000      W50 463000 413000 50000
                W40 90000 50000 40000      W60 468000 408000 50000
       _____
       (Quelle: 2/265)
       
       Durch die  erwartete Bevölkerungsentwicklung  werden sich  Umfang
       und Struktur  des Erwerbspersonenpotentials  im Vergleich zur Ge-
       genwart verändern.  Jüngere Erwerbspersonen  wachsen in  deutlich
       verringertem Umfange nach. Die Anteile der Erwerbstätigen mittle-
       ren und höheren Alters werden zunehmen. Es stellt sich die Frage,
       ob das  Folgen für die betrieblichen Arbeitsbedingungen haben muß
       bzw. wird,  außerdem, ob von einem durchschnittlich höheren Alter
       der Erwerbstätigen  Konsequenzen für den Innovationsprozeß ausge-
       hen werden.  Die vorausgeschätzte  Bevölkerungsentwicklung  wirft
       des weiteren Fragen auf nach der Zukunft des Gesundheits- und So-
       zialversicherungssystems,  der  Infrastrukturbereitstellung,  des
       Wohnungsbaus und  der Raumordnung. Wie wird das Alterssicherungs-
       system aussehen müssen, wenn es weniger Erwerbstätige geben wird,
       wenn der  Anteil der  Rentner und  Pensionäre an  der Bevölkerung
       wächst? Welche  Konsequenzen ergeben sich aus dem veränderten Be-
       völkerungsaufbau für  das Gesundheitswesen?  Welchen  Umfang  und
       welche Struktur muß das Gesundheitspersonal haben? Welche Vorsor-
       geeinrichtungen werden  benötigt? Bei der Beantwortung dieser und
       anderer Fragen  ist zu  beachten, daß  die zu  erwartende  durch-
       schnittlich ältere  Bevölkerung einen anderen Bedarf an medizini-
       schen Versorgungsleistungen haben wird als die heutige BRD-Bevöl-
       kerung (vgl. 7).
       Welche Zielvorstellungen  müssen für  den Wohnungsbau  entwickelt
       werden, wenn abzusehen ist, daß sich die Zahl der Zusammenwohnen-
       den (in  traditionellen Familien  oder anderen Lebensgemeinschaf-
       ten) in einem Haushalt verringert und die Besetzung der mittleren
       und älteren Altersklassen der Bevölkerung höher sein wird? (Schon
       heute stellt  sich bei  dem zunehmenden  Anteil älterer  Bevölke-
       rungsmitglieder die  Frage, ob  ihre Wohnungen  auch altengerecht
       sind.) Muß  eine verstärkte  Neubaupolitik betrieben  werden oder
       mehr eine  Modernisierungs- und Umbaupolitik? Soll die Wohnbaupo-
       litik eher  die verstädterten  Zonen oder die ländlichen Regionen
       in den Vordergrund rücken?
       Dem nach  dem Jahre 2000 zu erwartenden Altersaufbau der Bevölke-
       rung muß  auch die  haushaltsorientierte  Infrastruktur  angepaßt
       werden. Es ist evident, daß das auf private Haushalte orientierte
       Infrastrukturangebot stärker auf den Bedarf älterer Bevölkerungs-
       mitglieder ausgerichtet  werden muß.  Was wird aus den Kindergär-
       ten, was aus den Schulen? Wie werden sie und andere Infrastruktu-
       rangebote bei sinkenden Bevölkerungszahlen ausgelastet?
       Für den  Blick in  die Zukunft der BRD ist aber nicht nur die Be-
       völkerungs-, sondern  auch die  Wirtschaftsentwicklung von Inter-
       esse.
       
       2. Geringeres Wirtschaftswachstum - weniger Erwerbsmöglichkeiten
       ----------------------------------------------------------------
       
       Die Entwicklung  der Wirtschaft und der Erwerbsmöglichkeiten läßt
       sich nicht  so relativ  eindeutig umreißen wie die zukünftige Be-
       völkerungsentwicklung. Die  Einflußfaktoren, denen die Wirtschaft
       unterliegt, sind  weniger gut vorauszuschätzen als die der Bevöl-
       kerungsentwicklung, für  die eine  relative Stabilität angenommen
       werden kann.
       Aus der  von Eduard  Pestel u.a. 1978 (5) erarbeiteten Vorhersage
       der wirtschaftlichen  Entwicklung im  Rahmen des "Deutschland-Mo-
       dells", das  als eine der seriösesten und umfassendsten Prognosen
       betrachtet werden kann, geht hervor, daß in der Bundesrepublik zu
       Beginn des  21. Jahrhunderts und auf dem Wege dahin mit einem ge-
       genüber den 60er und auch 70er Jahren deutlich verringerten Wirt-
       schaftswachstum zu rechnen ist. Zugleich verschlechtern sich auch
       die Erwerbsaussichten für die Bevölkerung.
       Der gesamtwirtschaftliche  Leistungsertrag, gemessen am Bruttoso-
       zialprodukt, wird  nach den  Berechnungen von Pestel u.a. bis zum
       Jahre 2000  durchschnittlich nur  noch 2,4 Prozent betragen. Wäh-
       rend also  für die  Zukunft mit  einer geringeren Zuwachsrate der
       gesamten Güter-  und  Dienstleistungserstellung  gerechnet  wird,
       werden sich  die Zuwachsraten  des Sozialproduktes pro Kopf erhö-
       hen. Das  mag widersprüchlich  klingen, ergibt sich aber aufgrund
       der vorhergesagten  Zuwachsrate und  der sinkenden  Bevölkerungs-
       zahl. Nun  könnte der voreilige Schluß gezogen werden, daß gerin-
       geres Wirtschaftswachstum im Verein mit einem Rückgang der Bevöl-
       kerungszahl für  die Lebenssituation  im Jahre  2000  und  danach
       nicht schlecht sei, da ein (wenn auch nur geringfügig) wachsendes
       Sozialprodukt auf  eine reduzierte  Bevölkerung zu verteilen wäre
       und sich  daher  auch  weiterhin  ein  Wohlstandszuwachs  ergeben
       würde. Dieser  Schluß ist  insofern voreilig, weil die Sozialpro-
       duktskennziffer nicht  per se als Wohlstandsmaß herangezogen wer-
       den kann.  Die Zuwachsraten  des Sozialprodukts können z.B. durch
       eine weitere  starke Steigerung der Rüstungsproduktion verursacht
       werden, die  wohl nur  im Rahmen  beschränkter Geisteshaltung als
       Beitrag zur Wohlstandsmehrung zu werten wäre. Die von Pestel u.a.
       vorausberechnete Erhöhung  der Zuwachsrate des Sozialprodukts pro
       Kopf kann  also nicht  einfach als  Wohlstandszuwachs  betrachtet
       werden.
       Eine andere,  jüngere Vorausschätzung des Sozialprodukts geht von
       einem noch  geringeren Wirtschaftswachstum aus. Sie errechnet von
       1980 bis  zum Jahre  2000 ein  durchschnittliches Sozialprodukts-
       wachstum von 1,5 Prozent (8/114). Für die Zeiträume 2000 bis 2020
       und 2020 bis 2040 erwartet sie durchschnittliche Zuwachsraten von
       0,8 Prozent  bzw. 0,5  Prozent (8/114). Mit einiger Vorsicht kann
       man also  von einem  durchschnittlichen Wirtschaftswachstum  zwi-
       schen ein und zwei Prozent bis zum Jahre 2000 ausgehen.
       Welche Annahmen  liegen den Schätzungen zugrunde? Pestel u.a. ha-
       ben sich bei ihren Modellrechnungen nicht für ein angebots-, son-
       dern für ein nachfrageorientiertes Modell entschieden, da sie auf
       dem Hintergrund  des sozialökonomischen  Entwicklungsniveaus  der
       BRD die  weitere Entwicklung als eine Abhängige der Nachfrage und
       nicht des  Faktorangebots betrachten.  Sie gehen  nicht von einem
       Modell aus,  das besagt, daß "sich die Produktion aus der Verfüg-
       barkeit der Produktionsfaktoren (Kapital, Arbeit, Material, Ener-
       gie) ergibt  und bei  dem unterstellt wird, daß die Nachfrage die
       Produktion absorbiert"  (5/65). Sie  unterstellen  vielmehr,  daß
       sich die Produktions- und Dienstleistungserbringung aus einer von
       sozio-ökonomischen Größen  beeinflußten Nachfrage  ergeben,  "wie
       Bevölkerungsentwicklung, Versorgungsgraden und Einkommensstruktu-
       ren" (5/65).
       Aufgrund ihrer  Hypothesen und  Berechnungen schätzen Pestel u.a.
       ein verhaltenes Wachstum der Endnachfrage voraus, das sich in den
       angegebenen Zuwachsraten  für die  gesamtwirtschaftliche Leistung
       niederschlägt. Die Nachfragekomponenten, die in eigenen Szenarien
       untersucht wurden,  sind der  private Konsum, der Staatsverbrauch
       und der Außenhandel (5/72-88). Der Staatsverbrauch wird nach Auf-
       fassung der Autoren am stärksten steigen. Für den privaten Konsum
       wird vor  allem wegen  Bedürfnis- und  Bedarfsverschiebungen  auf
       eine leichte Erhöhung geschlossen. Bei dem hohen Ausstattungsgrad
       mit langlebigen  Haushaltsgütern und  der sinkenden Bevölkerungs-
       zahl rechnen  die Autoren in diesem Bereich nur noch "mit verhal-
       tener Nachfrage",  ebenso bei  Nahrungsmitteln. Eine  "deutliche"
       Nachfrageverschiebung sehen  die Autoren  "hin zu  den Gütern des
       tertiären Sektors" (5/75). Sie ist vor allem für das weitere Kon-
       sumwachstum verantwortlich.  Die erwartete  Nachfrageverschiebung
       wird von  mehreren Faktoren  verursacht. Einer davon ist "die zu-
       nehmende Kopflastigkeit  der Alterspyramide".  "Damit steigen die
       Ausgaben (privater Haushalte - K.D.) im Bereich der medizinischen
       Versorgung und in den Bereichen Kultur und Unterhaltung" (5/75).
       Für die Entwicklung des Außenhandels bis zum Jahre 2000 wird eine
       negative Tendenz angenommen. Direkt für das binnenländische Wirt-
       schaftswachstum ist  der Außenbeitrag  im Außenhandel verantwort-
       lich, der  Überschuß aus Ex- und Importen. Dieser wird durch Ver-
       knüpfung des "Deutschlandmodells" von Pestel u.a. mit dem Mesaro-
       vic-Pestel-Weltmodell als eher sinkend angenommen. "Die vom Welt-
       modell simulierten  und für  das Deutschland-Modell zur Verfügung
       gestellten Außenhandelswerte machen deutlich, daß die in der Ver-
       gangenheit beobachteten  Steigerungsraten der  Exporte in Zukunft
       nicht mehr  erwartet werden können... Jedoch kann sich der Außen-
       beitrag  künftig   tendenziell  eher  verringern  als  ausweiten"
       (5/86).
       Als exporthemmend  werden u.a.  freies Floaten  der Wechselkurse,
       Zahlungsbilanzprobleme der  Entwicklungsländer sowie  Zahlungsbi-
       lanzprobleme vieler  Industrieregionen durch notwendige Einfuhren
       teurer Energierohstoffe betrachtet. Als importbeschleunigend gel-
       ten u.a.  die Auswirkungen  des freien  Floatens  im  umgekehrten
       Sinne wie  bei den  Exporten sowie  das Arbeitskostengefälle  ar-
       beitsintensiver Industrien (5/86 f.).
       Aus dem aufgezeigten Trend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
       folgt als plausible Konsequenz für den Arbeitsmarkt, daß sich die
       Erwerbsaussichten für  die abhängig Beschäftigten verschlechtern.
       Unter gleichbleibenden  Umständen muß  für die  BRD auch  an  der
       Schwelle zum 21. Jahrhundert mit einer hohen Arbeitslosigkeit ge-
       rechnet werden.  Denn es  ist nicht  vorstellbar, daß  bei durch-
       schnittlichen Zuwachsraten  des Wirtschaftswachstums  von ein bis
       zwei Prozent  die jeweils  aktuellen Arbeitslosen wieder- und die
       nachwachsenden jungen abhängig Erwerbstätigen neubeschäftigt wer-
       den. Allerdings gehen die für diese Arbeit zugrunde gelegten Ent-
       wicklungsszenarien in  ihren Aussagen  über das  Ausmaß der  Ver-
       schärfung der  Arbeitslosigkeit auseinander.  Während Pestel u.a.
       den Höhepunkt der Arbeitslosenzahlen Mitte der 80er Jahre und da-
       nach wieder  ihren Rückgang  erwarten (5/121),  geht Umbach davon
       aus, daß  sie unter gleichbleibenden Umständen bis zum Jahre 2000
       auf 4  Millionen ansteigen  werden (8/118).  Wie erklärt sich die
       Divergenz, wenn  doch die Vorausschätzungen der gesamtwirtschaft-
       lichen Entwicklung  ziemlich nahe  beieinanderliegen? Pestel u.a.
       haben in  ihrem Vorhersagemodell  die Wirkungen  des  technischen
       Wandels oder  des Produktivitätsfortschritts auf die Arbeitskräf-
       tenachfrage unter- und die Folgen der Bevölkerungsentwicklung für
       den Arbeitsmarkt  überschätzt. In  der Tat wird sich aufgrund des
       Bevölkerungstrends die  Erwerbstätigenzahl verringern,  abgesehen
       von vielleicht verlängerten Ausbildungszeiten und einer sinkenden
       Frauenerwerbsquote. Auf  der anderen Seite kann aber davon ausge-
       gangen werden, daß das Rationalisierungspotential des auf der Mi-
       kroelektronik beruhenden  technischen Wandels  noch  beträchtlich
       höher ist  als gegenwärtig beobachtbar und daß auch ein sinkendes
       Erwerbspersonenangebot nicht  mehr in vollem Umfange in den Wirt-
       schaftsprozeß integrierbar ist. Der Dienstleistungssektor, der ja
       durch  Verschiebungen   im  privaten   Konsumbereich  (nach   dem
       "Deutschland-Modell") expandieren  soll, wird nicht per se in Zu-
       kunft der  Hauptbeschäftiger sein, wie Pestel u.a. (5/117) vermu-
       ten. So  erwarten zum Beispiel Mackintosh und Prognos in Untersu-
       chungen über  den "Technischen  Fortschritt" und seine Folgen für
       die Wirtschaft  und den Arbeitsmarkt Beschäftigungsminderungen in
       den Dienstleistungszweigen  Groß- und  Einzelhandel,  Handelsver-
       mittlung, Verkehr  und Versicherungen  (1/132). Auch  in  anderen
       Dienstleistungsbereichen dürfte  ein verminderter Beschäftigungs-
       bedarf aufgrund des beschleunigten Einsatzes von neuen Informati-
       ons- und Kommunikationstechniken auftreten.
       Beide Vorhersagemodelle  der Entwicklung der Erwerbsmöglichkeiten
       geben also  keinen Anlaß  für Hoffnungen,  daß im  Jahre 2000 das
       Problem der  Arbeitslosigkeit gelöst  ist. Folgt  man der Voraus-
       schau von Umbach, so wird es sich sogar noch verschärfen.
       Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bun-
       desanstalt für  Arbeit sieht im Rahmen seiner Vorausschau auf die
       Arbeitsmarktsituation im  Jahre 2000  die Arbeitslosigkeit  eben-
       falls nicht beseitigt (vgl. 4). Nach seinen Annahmen über die zu-
       künftige Entwicklung  der Wirtschaft  und Erwerbsbevölkerung kann
       neben anderen  Modellrechnungen damit  gerechnet werden,  daß die
       Zahl der  Erwerbspersonen um  2,7 Millionen größer ist als das zu
       erwartende Arbeitsplatzangebot (25,2 Millionen, 4/62). Von diesem
       erwarteten "Erwerbspersonenüberschuß"  werden 1,8 Millionen regi-
       strierte Arbeitslose  sein. Die vorausgeschätzte Arbeitslosenzahl
       liegt geringfügig  unter der des Jahres 1982 (1 833 000), dem Ba-
       sisjahr der  IAB-Modellrechnung, und  deutlich unterhalb  der er-
       rechneten Zahlen für das Jahr 1990 (ca. 2,36 bis 2,37 Millionen).
       Die hohe  Zahl der  registrierten Arbeitslosen dieses Jahres wird
       vor allem wegen des demografisch bedingten Zuwachses an deutschen
       Erwerbspersonen hervorgerufen,  die wegen  des voraussichtlich im
       Durchschnitt geringen  Wirtschaftswachstums und  des  Produktivi-
       tätsfortschritts nicht  in den  Arbeitsprozeß  integriert  werden
       können. Durch  das Abebben  der "demografischen Welle" und andere
       Effekte (z.  B. Arbeitszeitverkürzung)  wird sich  dieser Voraus-
       schätzung zufolge nach 1990 die Zahl der registrierten Arbeitslo-
       sen wieder verringern.
       Nach einer  anderen Modellrechnung des IAB kann sich die Arbeits-
       losigkeit bis  zum Jahre  2000 jedoch noch erheblich verschärfen.
       Bei vorausgeschätztem höchstem Erwerbspersonenzuwachs, verursacht
       durch eine  stark steigende Frauenerwerbsquote, und bei einem an-
       genommenen hohen  Ausländerzustrom sowie einem "äußerst schwachen
       Wirtschaftswachstum" könnte  unter Berücksichtigung eines maxima-
       len Vorruhestandseffekts  die registrierte  Arbeitslosenzahl  bis
       1990 auf  3,5 bis  3,7 Millionen anwachsen und in den 90er Jahren
       nochmals um eine Million zunehmen. Das Eintreffen dieser Variante
       sieht das  IAB jedoch  als wenig wahrscheinlich an, weil es nicht
       plausibel erscheint,  daß bei  sehr schwachem Wirtschaftswachstum
       die "Frauenerwerbsneigung"  und die  Zahl ausländischer  Arbeits-
       kräfte deutlich  zunehmen werden  (4/59). Diese vom IAB unter un-
       günstigen  Entwicklungsbedingungen  berechnete  hohe  Zahl  regi-
       strierter Arbeitsloser im Jahre 2000 entspricht in der Größenord-
       nung ungefähr der von Umbach geschätzten Arbeitslosenzahl. Im Ge-
       gensatz zum IAB sieht dieser die hohe Arbeitslosenzahl jedoch als
       Folge sehr  niedrigen Wirtschaftswachstums bei gleichzeitig hohen
       Produktivitätsfortschritten.
       Die für  das Jahr 2000 vorausberechneten Arbeitslosenzahlen stel-
       len, auch wenn sie in ihren Größenordnungen aufgrund unterschied-
       licher Annahmen  voneinander abweichen,  eine Herausforderung für
       die gegenwärtige  Wirtschafts- und  Arbeitsmarktpolitik dar, denn
       über die  zukünftigen Erwerbsmöglichkeiten insbesondere der nach-
       wachsenden Generation wird heute entschieden.
       
       _____
       1) Die Studien,  auf die  Bezug genommen wird, werden im fortlau-
       fenden Text mit Nummer und Seitenzahl zitiert. Es handelt sich im
       einzelnen um:
       1 BMFT, Hg., Technischer Fortschritt, Auswirkungen auf Wirtschaft
       und Arbeitsmarkt,  Schriftenreihe Technologie  und Beschäftigung,
       Bd. 2, Düsseldorf/Wien 1980;
       2 Deutsches Institut  für Wirtschaftsforschung  (DIW),  Wochenbe-
       richt 24/81;
       3 Jung, R.,  R. Mackensen,  Mit  welcher  Bevölkerungsentwicklung
       müssen wir  rechnen?, in:  R. Mackensen  u.a., Leben im Jahr 2000
       und danach, Westberlin 1984;
       4 Klauder, W.,  u.a., Arbeitsmarktperspektiven  der 80er und 90er
       Jahre, in:  Mitteilungen aus  der  Arbeitsmarkt-  und  Berufsfor-
       schung, H. 1, Stuttgart und Mainz 1985;
       5 Pestel, E., u.a., Das Deutschland-Modell, Stuttgart 1978;
       6 Stat.  Bundesamt,  Hg.,  Statistisches  Jahrbuch  1984,  Stutt-
       gart/Mainz 1984;
       7 Thiele, W.,  Vom Umgang der Gesellschaft mit ihren Krankheiten:
       Entwicklungen  des  Gesundheitswesens,  in:  R.  Mackensen  u.a.,
       a.a.O. (3)
       8 Umbach, E.,  Wirtschaft. Nach  dem Wirtschaftswunder die reali-
       stische Weiterentwicklung  des Erreichten, in: R. Mackensen u.a.,
       a.a.O. (3)
       

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