Quelle: Jahrbuch des Inst. für Marxist. Studien und Forschungen 15/1989


       zurück

       
       ARBEITSSTELLE FRIEDENSFORSCHUNG BONN (AFB)
       ==========================================
       
       Karlheinz Koppe
       
       Die 1984 eingerichtete ARBEITSSTELLE FRIEDENSFORSCHUNG BONN nimmt
       entsprechend den  Empfehlungen des  Wissenschaftsrates vom 6. Mai
       1983 "Auskünfte-,  Beratungs- und Vermittlungsfunktionen" auf na-
       tionaler und internationaler Ebene wahr, um eine Lücke zu schlie-
       ßen, die durch die Auflösung der Deutschen Gesellschaft für Frie-
       dens- und  Konfliktforschung (DGFK)  entstanden war. In den drei-
       zehn Jahren ihres Bestehens (1970-1983) war die DGFK zu einer An-
       laufstelle für  Friedensforscher aus dem In- und Ausland geworden
       und zugleich  zu einem  Forum der  Begegnung und Vermittlung zwi-
       schen Forschern und interessierten Vertretern der politischen und
       gesellschaftlichen Praxis. Daran anknüpfend gehören zu den Aufga-
       ben der  neuen Arbeitsstelle, die finanziell von der Bundesregie-
       rung (vertreten  durch den Bundesminister für Forschung und Tech-
       nologie) sowie  den Bundesländern  Hessen und Nordrhein-Westfalen
       unterhalten wird:
       - die Pflege von Kontakten zu deutschen, ausländischen und inter-
       nationalen Einrichtungen der Friedens- und Konfliktforschung;
       - die Vermittlung  von Kontakten  zwischen Friedensforschern  und
       Wissenschaftlern anderer Disziplinen, insbesondere zwischen deut-
       schen Friedensforschern und ausländischen Kollegen;
       - die Auskunft  über Organisation und Tätigkeit der Friedens- und
       Konfliktforschung im In- und Ausland;
       - die Beratung in Fragen der Friedens- und Konfliktforschung;
       - die Organisation  themenspezifischer  Gesprächsrunden  zwischen
       Wissenschaftlern und  Praktikern  (Politik,  Verwaltung,  gesell-
       schaftliche Kräfte, Medien u.a.) sowie unter Wissenschaftlern;
       - Hilfestellung bei  der Präsentation  von  Forschungsergebnissen
       der Friedens- und Konfliktforschung in Bonn.
       Außer den  oben genannten  Punkten ihrer Tätigkeit hat die AFB im
       Laufe der  Jahre ein  Forschungsinstitutionenregister  aufgebaut,
       das ständig erneuert und ergänzt wird. Die Kontakte zu den natio-
       nalen, europäischen und internationalen Wissenschaftlern und wis-
       senschaftlichen Einrichtungen dienen als Grundlage für die Infor-
       mationen in den zweimal im Jahr herauskommenden Mitteilungen. Sie
       informieren über  Einrichtungen der  Friedensforschung, über For-
       schungsförderung national  und international,  über Tagungen  und
       die Friedensforschung  interessierende Meldungen  aus dem In- und
       Ausland. Eine  nach  Themen  aufgegliederte  Literaturliste  gibt
       einen Einblick in die in dem jeweils laufenden Jahr eingegangenen
       Publikationen in der Bibliothek der AFB.
       Die AFB  steht in  Kontakt mit  den wichtigsten  Forschungsförde-
       rungseinrichtungen in  der Bundesrepublik (Deutsche Forschungsge-
       meinschaft, Stiftung Volkswagenwerk u.a.), der Bundeszentrale und
       einigen Landeszentralen  für politische  Bildung,  sowie  anderen
       Einrichtungen der  Vermittlung von  Ergebnissen der  Friedensfor-
       schung und interessierten Medien. Sie unterhält in der Geschäfts-
       stelle eine Präsenzbibliothek, die laufend um die wichtigsten Pu-
       blikationen im  Bereich der  Friedens- und  Konfliktforschung er-
       gänzt wird. Sie beobachtet Kongresse zu friedensrelevanten Themen
       und einschlägige  wissenschaftliche Konferenzen  im In-  und Aus-
       land.
       Die AFB  ist eine  eigenständige Institution  in Trägerschaft der
       Hessischen Stiftung  Friedens- und  Konfliktforschung  (HSFK)  in
       Frankfurt am  Main. Ihre  Dienstleistungen stehen  interessierten
       Wissenschaftlerinnen und  allen Einrichtungen  der Friedens-  und
       Konfliktforschung sowie verwandter wissenschaftlicher Disziplinen
       zur Verfügung. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Friedens-
       und Konfliktforschung (AFK), der International Peace Research As-
       sociation (IPRA)  und des  International Institute  for Strategie
       Studies (IISS)  und von  Consortium on  Peace Research, Education
       and Development (COPRED).
       Die AFB bietet an:
       - einen regelmäßig erscheinenden Informationsdienst; er erscheint
       seit 1986  zweimal jährlich  in deutscher und seit 1989 in engli-
       scher Sprache.  Mit diesem AFB-Info wendet sich die Arbeitsstelle
       an alle ihr bekannten Friedensforscherinnen und Einrichtungen der
       Friedensforschung im In- und Ausland (Lehrstühle, Institute, wis-
       senschaftliche Vereinigungen)  sowie an  Personen und Einrichtun-
       gen, die sich für Fragen der Friedensforschung interessieren;
       - AFB-Texte zu  grundsätzlichen Themen  aus dem Bereich Friedens-
       und Konfliktforschung;
       - abrufbare Informationen über Organisation und Tätigkeit von In-
       stitutionen der  Friedens- und Konfliktforschung national und in-
       ternational;
       - Kontakte zu Wissenschaft und Praxis.
       Der Leiter  der AFB  ist seit ihrem Bestehen Karlheinz Koppe. Die
       AFB ist  an Anregungen  und Informationen  aus der  Friedens- und
       Konfliktforschung interessiert und greift sie gerne auf.
       Die AFB ist unter folgender Anschrift zu erreichen: Arbeitsstelle
       Friedensforschung Bonn (Außenstelle der Hessischen Stiftung Frie-
       dens- und  Konfliktforschung), Beethovenallee 4, 5300 Bonn 2; Te-
       lefon: 0228-35 60 32.
       

       zurück